Reviews | By Zipo / aufabwegen
Hafdís Bjarnadóttir | Sounds of Iceland
Um field recordings ranken sich etliche Diskurse, es wird gestritten um Fragen der Repräsentanz, der Aneignung, der Authentizität, der Ästhetik und weitere mehr. Fest steht, dass man scheinbar unbearbeiteten Geräuschen aus der Außenwelt mit viel Genuß lauschen kann. Wenn es sich um unbearbeitete Feldgeräusche, wie im Falle von Hafdís Bjarnadóttir CD, handelt, bekommen die Entscheidungen des Field Recordists besonderes Gewicht: Was wurde wann und warum ausgewählt, was wurde weggelassen, welche Themensetzungen liegen den ausgewählten Aufnahmen zugrunde, was soll erzählt werden? Sounds Of Iceland versucht nämlich tatsächlich, eine Geschichte zu erzählen – der Lauf des Jahres wird mit den verschiedenen Regionen der Insel in Aufnahmen verknüpft. Allein diese Setzung verdeutlicht, dass es nicht um eine komplette akustische Darstellung gehen kann, sondern der Versuch unternommen wird, punktuell besonders eindrückliche Klangereignisse in eine dramaturgische Abfolge zu birngen. []

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