Review | By Lutz Vössing / skug
Path of the Wind | Eisuke Yanagisawa
Der japanische Filmemacher und Feldrekorder Eisuke Yanagisawa trat in der Vergangenheit bereits mit Aufnahmen in Erscheinung, welche einen Teil des Ortes, an dem er seine Technik installiert hatte, einfangen sollten. In einer dieser Aufnahme, »Ultrasonic Scapes« (2011), wurden den Menschen umgebende, aber mit freiem menschlichem Gehör oft nicht wahrnehmbare Klänge, wie das Surren von Zikaden, das Rufen von Fledermäusen oder auch das Brummen von Ampeln, mit Hilfe eines Ultraschallmikrofons zum Teil verstärkt, dokumentiert. Auf »Path of the Wind« bedient er sich selbstgebauter Äolsharfen, das sind Saitenkonstrukte, die, vom Wind angetrieben werden und von selbst – je nach Windstärke und -richtung – ein hohes Leiern oder Dröhnen fabrizieren. Das Mikrofon wandelt dann den Wind in die Töne des Instruments um. []

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