{"id":14449,"date":"2015-11-24T18:28:32","date_gmt":"2015-11-24T18:28:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=14449"},"modified":"2016-11-27T19:27:30","modified_gmt":"2016-11-27T19:27:30","slug":"infinite-jest-invading-pleasures-nikola-lutz-mark-lorenz-kysela-deutsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=14449","title":{"rendered":"Infinite Jest | Invading Pleasures (Nikola Lutz &#038; Mark Lorenz Kysela)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Infinite Jest | Invading Pleasures (Nikola Lutz &amp; Mark Lorenz Kysela)\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/cover-gruen_156.jpg\" alt=\"Infinite Jest | Invading Pleasures (Nikola Lutz &amp; Mark Lorenz Kysela)\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Infinite Jest | Invading Pleasures (<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=14630\">Nikola Lutz<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=9782\">Mark Lorenz Kysela<\/a>)<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=14349\">English<\/a> | <em>Deutsch<\/em><br \/>\nGruen 156 | Audio CD &gt; [<a href=\"https:\/\/shop.gruenrekorder.de\/?full#Gruen_156\" target=\"_blank\">Bestellung<\/a>]<br \/>\n<a href=\"#reviews\">Reviews<\/a><br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mark Lorenz Kysela und Nikola Lutz haben sich dem konsequenten Experimentieren mit Saxofonen und Elektronik verschrieben. \u201eGibt es etwas, was man aus einem Saxofon nicht hervorbringen kann?\u201c Diese Frage l\u00e4sst ihnen keine Ruhe und t\u00e4glich entdecken sie Neues: Leises und Lautes, Helles und Hartes, Weiches und Waberndes, Gr\u00fcnes und Grunzendes, Schr\u00e4ges und Stummes, Kurzes und Knackiges. Lutz und Kysela spielen auf mehreren Saxofonen gleichzeitig, erweitern ihre Instrumente mit mechanischen und elektronischen Forts\u00e4tzen und erweisen sich als improvisatorischen wie kompositorischen Formen gleicherma\u00dfen zugetan. \u2028\u2028Sie sind Pioniere an der Grenze des \u00e4sthetisch Fassbaren und definieren den State of the Art des zeitgen\u00f6ssischen Saxofonspiels kurzerhand neu, sollte dies z.B. f\u00fcr eine 16tel-t\u00f6nige Komposition f\u00fcr Saxofone n\u00f6tig werden. Mit nicht zu b\u00e4ndigendem Willen zur r\u00fcckhaltlosen Aufkl\u00e4rung jedes Anfangsverdachtes einer m\u00f6glichen Klanghinterziehung fordern sie ihre H\u00f6rer zu gleicherma\u00dfen vorbehaltloser Teilnahme am akustischen Prozess heraus.<br \/>\nInfinite Jest, das Debut-Album von Invading Pleasures, zeigt eine Auswahl postmoderner Klang- und Musizierkonzepte und d\u00fcrfte f\u00fcr jeden Liebhaber herber Klangsinnlichkeit ein exquisiter Leckerbissen sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trackliste<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1 \u2013 <a href=\"http:\/\/www.stock11.de\" target=\"_blank\">Uwe Rasch<\/a> \u2013 aus vierundzwanzig: vierundzwanzig (2008) 6\u201919\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/24_24_rough_snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2 \u2013 <a href=\"http:\/\/www.nikolalutz.de\/\" target=\"_blank\">Nikola Lutz<\/a> \u2013 Graphic Sound VI (2015) 21\u201955\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/lutz_roughmix_100815_norm-snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3 \u2013 <a href=\"http:\/\/www.stock11.de\" target=\"_blank\">Uwe Rasch<\/a> \u2013 aus vierundzwanzig: zw\u00f6lf\/einundzwanzig (2014) 14\u201940\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/12_21snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4 \u2013 <a href=\"http:\/\/www.malte-giesen.de\" target=\"_blank\">Malte Giesen<\/a> \u2013 mit Verlaub (2013) 11\u201938\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/mit_verlaub_rough_snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5 \u2013 <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/channels\/remmycanedo\" target=\"_blank\">Remmy Canedo<\/a> \u2013 Criminal Immensity (2013) 09\u201943\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/criminal_snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6 \u2013 <a href=\"http:\/\/www.michaelssound.com\" target=\"_blank\">Joseph Michaels<\/a> \u2013 Assembly Line (2013) 07\u201919\u2019\u2019<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/assembly_line_rough.snipp.mp3\">MP3<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6 Tracks (70\u203214\u2033)<br \/>\nCD (500 copies)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nikola Lutz: Sopran-, Alt-, Basssaxofon, T\u00e1rogat\u00f3, Klangobjekte, Stimme, Elektronik<br \/>\nMark Lorenz Kysela: Sopran-, Alt-, Tenorsaxofon, Kontrabassklarinette, Klangobjekte, Elektronik<br \/>\nMalte Giesen Live-Elektronik in Nr 4<br \/>\nRemmy Canedo Live-Elektronik in Nr 5<br \/>\nAlle au\u00dfer Nr 5: geschrieben f\u00fcr Invading Pleasures<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufgenommen am 19.-22. Januar 2015 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal<br \/>\nProduzent: Frank K\u00e4mpfer<br \/>\nTonmeister: Robert F. Schneider<br \/>\nToningenieure: Hendrik Manook, Eva P\u00f6pplein<br \/>\n\u2117 &amp; \u00a9 2015 Deutschlandradio \/ Gruenrekorder<br \/>\neine Co-Produktion mit dem Deutschlandfunk<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>aus vierundzwanzig: vierundzwanzig<br \/>\naus vierundzwanzig: zw\u00f6lf\/einundzwanzig \u2013 Uwe Rasch<\/strong><br \/>\nSeit einigen Jahren arbeite ich an einem Materialhaufen, der sich auf den 24-teiligen Liederzyklus Die Winterreise von Franz Schubert bezieht.<br \/>\nIn einem work in progress werden einzelne Lied- oder Textteile adaptiert,\u00a0 zu Modulen geformt, zu unterschiedlichen St\u00fccken ausgeschrieben und an Ort und Zusammenh\u00e4nge angepasst, zusammen gestellt.<br \/>\nDie Arbeit von Schubert und M\u00fcller begreife ich als ein Beispiel medialer Arbeit \u00fcber marginalisierte Personen in urbanen Zusammenh\u00e4ngen, die bis heute in jeder Gro\u00dfstadt zu finden, aber kaum wahrnehmbar sind.<br \/>\nSchuberts Musik und die Texte Wilhelm M\u00fcllers bilden dabei f\u00fcr meine Arbeit nur mehr einen Assoziationsrahmen, Ausgangspunkte oder auch Widerst\u00e4nde in der Suche nach Musik und Klangbildern: lose, nicht schlicht zitierend\u00a0oder gar chronologisch.<br \/>\nF\u00fcr das Modul aus vierundzwanzig: vierundzwanzig, basierend auf Der Leiermann, dem letzten, dem 24. Lied, werden beide Saxofone in geringen Tonh\u00f6henabweichungen (ein Ganzton ist in 16 Einheiten unterteilt) parallel gef\u00fchrt, so dass permanent Schwebungen, Differenz- und Kombinationst\u00f6ne entstehen. Statt \u2013 wie im Original \u2013 den Gesangs- und Klavierpart weitestgehend\u00a0 zu trennen, wird der Tonh\u00f6henverlauf\u00a0 \u00fcbereinander geschichtet, so dass durch die geringen Abweichungen in den Tonh\u00f6hen ein heterophones Unisono entsteht: die Kl\u00e4nge beginnen zu gl\u00fchen.<br \/>\nDie Tonh\u00f6henfolgen des Moduls aus vierundzwanzig: zw\u00f6lf\/einundzwanzig, der \u00fcbereinander gelegten Abschnitte des zw\u00f6lften (Einsamkeit) und einundzwanzigsten (Das Wirtshaus) Schubertliedes, die je einem Instrument zugeordnet sind, beruhen auf st\u00e4ndigen bisbigliandos (Klangfarb\u00e4nderungen einer Tonh\u00f6he) und einem Zuspiel, dem das Heulen von Hunden zugrunde liegt. Wie ein imagin\u00e4rer Triopartner behandelt, wird es per Fu\u00dfschalter von den beiden Spielern an- und ausgeschaltet, bis es wie das ganze St\u00fcck allm\u00e4hlich zerf\u00e4llt und zum Stillstand kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>GraphicSound VI \u2013 Nikola Lutz:<\/strong><br \/>\nDie Reihe GraphicSound ist ein Improvisationskonzept zur Erforschung der Zusammenh\u00e4nge von visueller und auditiver Wahrnehmung. Die Werkreihe begann 2006 als gemeinsame Konzeption von Nikola Lutz und Rebekka Uhlig, seither entsteht eine Reihe von gemeinsamen Werken und Einzelwerken beider K\u00fcnstlerinnen.<br \/>\nGraphicSound VI ist eine musikalische Konzeption mit grafischen Partituren. Vermittels zeichenhafter aber nicht eindeutig kodierter Grafiken entsteht eine Fokussierung auf ein offen definiertes Material, das die improvisatorische Entwicklung von Musik kanalisiert, ohne sie zu determinieren. Die hierarchiefreie Gleichzeitigkeit visueller und akustischer Wahrnehmung wird zur formenden Kraft f\u00fcr das St\u00fcck, das sich in variablen Versionen realisiert.<br \/>\nZur Entstehung: Zun\u00e4chst entstand eine Sammlung von Fotografien, die das aktuelle Thema umrei\u00dfen \u2013 in diesem Falle Detailaufnahmen der Instrumente Kontrabassklarinette und T\u00e1rogat\u00f3. Daraufhin wurden in einem Prozess der Abstraktion aus Details dieser Fotografien Zeichnungen, die dann gescannt und auf halbtransparente Folie gebracht wurden. Die so generierte Materialsammlung erlaubt \u00dcberlagerungen, und es entstand eine formal variable Partitur, die bei jeder Realisation neu zusammengestellt wird.<br \/>\nAnalog zur grafischen Sammlung haben Nikola Lutz und Mark L. Kysela f\u00fcr GraphicSound VI eine Sammlung von Improvisationen aufgenommen, aus denen Nikola Lutz sp\u00e4ter die vorliegende elektronische Realisation collagiert hat. Das Material erf\u00e4hrt durch \u00dcberlagerung sowie Eingriffe in Tonh\u00f6he oder Abspielgeschwindigkeit und -richtung eine Reflexion, die seine Identit\u00e4t bewahrt und gleichzeitig weiter entwickelt. In dieser Transformation spiegelt sich das Verh\u00e4ltnis der urspr\u00fcnglichen Fotografien zu den Zeichnungen wider. Seh- und H\u00f6rprozesse greifen ineinander und verdichten Improvisatorisch-Momenthaftes zu einer von vielen denkbaren Ausformungen des als Sammlung von Realisationsm\u00f6glichkeiten existierenden Werkes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>mit Verlaub (gehoben, eine m\u00f6glicherweise \u00c4rger erregende Aussage einleitend) \u2013 Malte Giesen<\/strong><br \/>\nZwei gespielte Saxofone, zwei BEspielte Saxofone, Verdopplung des Instruments,\u00a0Verdopplung der T\u00f6ne mit GeneralMidi-Kl\u00e4ngen und bedeutungsloser Sprache, von reinen unisono-T\u00f6nen \u00fcber Mehrkl\u00e4nge bis zur kompletten \u00d6ffnung ins Noise. Integration von\u00a0\u201eunpassendem\u201c, sperrigem Material. Die synthetischen Saxofon-Kl\u00e4nge sind die Stilisierung des Originals, eine schlechte Kopie. So k\u00f6nnte man auch die zitierten Sprachkl\u00e4nge sehen, inhaltlich geht es bei diesen ja auch letztendlich um eine \u201eschlechte Kopie\u201c. Diese fallen nicht sofort als musikalisches Material auf, werden aber genau so behandelt: Ihre Abspielgeschwindigkeit und die Dauer der Ausschnitte ist direkt an Tonh\u00f6he und Dauer der T\u00f6ne in den beiden Saxofonen gekoppelt. Durch die st\u00e4ndige Wiederholung der immer gleichen Worte verlieren diese ihre inhaltliche Qualit\u00e4t, werden hohl, verwanden sich in ein rhythmisches Muster, das nur noch als Schablone f\u00fcr weitere klangliche Ver\u00e4nderungen dient. Formal ist das St\u00fcck als Wiederholung von drei Varianten von Zusammenspiel aufgebaut: Der Versuch von Einklang in h\u00f6chster Geschwindigkeit, Zweistimmigkeit in individuellen Temposchwankungen und einfache Zweistimmigkeit als Quasi-Bicinium. Diese Varianten werden immer wieder wiederholt, doch bei jeder Wiederholung ver\u00e4ndert sich etwas, zerfasert, wird undurchsichtig, die wesentlichen und unwesentlichen Bestandteile der Varianten verschwimmen und entziehen sich nach und nach der klaren Erkennbarkeit.\u00a0Wie eine Kopie einer Kopie einer Kopie.\u00a0Von Chromatik in die Zwischenr\u00e4ume, vom Raster ins Aufgel\u00f6ste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Criminal Immensity \u2013 Remmy Canedo: <\/strong><br \/>\nIn Criminal Immensity geht es um klangliche Meta-Vernichtung, abstrakte Gewalt, gebrochene Linien und Tempoverschiebungen. Basierend auf einem Text Georges Batailles erforscht das St\u00fcck die Schichtungsm\u00f6glichkeiten instrumentaler Gesten. Das Material ist durch algorithmische \u00dcbersetzung der Verse in Zeitmatritzen organisiert und legt so eine fragmentarische Erz\u00e4hlung offen, die der Struktur der u.g. sieben Strophen des Gedichtes folgt. Durch eine Tap-Tempo-Implementierung kann der Performer die Geschwindigkeit jeder Passage selbst bestimmen, daher fluktuiert die Gesamtl\u00e4nge des St\u00fccks. Urspr\u00fcnglich als monophones St\u00fcck f\u00fcr Patrick Hammer geschrieben enth\u00e4lt die vorliegende CD eine alternative Stereoversion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fragment aus L\u2019Archang\u00e9lique von Georges Bataille<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Immensit\u00e9 criminelle<br \/>\nvase f\u00eal\u00e9 de l\u2019immensit\u00e9<br \/>\nruine sans limites<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>immensit\u00e9 qui m\u2019accable molle<br \/>\nje suis mou<br \/>\nl\u2019univers est coupable<\/p>\n<p>la folie aim\u00e9e ma folie<br \/>\nd\u00e9chire l\u2019immensit\u00e9<br \/>\net l\u2019immensit\u00e9 me d\u00e9chire<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>je suis seul<br \/>\ndes aveugles liront ces lignes<br \/>\nen d\u2019interminables tunnels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>je tombe dans l\u2019immensit\u00e9<br \/>\nqui tombe en elle-m\u00eame<br \/>\nelle est plus noire que ma mort<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>le soleil est noir<br \/>\nla beaut\u00e9 d\u2019un \u00eatre est le fond des caves un cri<br \/>\nde la nuit d\u00e9finitive<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ce qui aime dans la lumi\u00e8re<br \/>\nle frisson dont elle est glac\u00e9e<br \/>\nest le d\u00e9sir de la nuit<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Assembly Line \u2013 Joseph Michaels:<\/strong><br \/>\nWie in vielen meiner aktuellen Werke transportiert Assembly Line Elemente aus der Popularmusik in einen experimentellen Kontext: eine ausgepr\u00e4gte Pulsation, tonale Wendungen und symmetrische Strukturen werden mit 16tel-t\u00f6niger Mikrotonalit\u00e4t und scharfen Dissonanzen durchsetzt. Kompositionen, die ausschlie\u00dflich vom Klang ausgehen sind schwer zu benennen. In solchen F\u00e4llen sehe ich mich gerne nach einem Sinnbild aus dem t\u00e4glichen Leben um. Inspiriert von den elektronischen Klangfarben des vorproduzierten Zuspielers und der repetitiven Natur dieser Musik kam mir spontan die Assoziation einer automatisierten Fertigungsstra\u00dfe in den Sinn.<br \/>\nFast alle Kl\u00e4nge im Playback stammen von Aufnahmen mit Mark L. Kysela und seinem Sopransaxofon. Ich nahm mit ihm eine As-Dur Tonleiter \u00fcber drei Oktaven auf, die dann nachbearbeitet wurde und so das Material f\u00fcr das Playback bildete.<br \/>\nDas St\u00fcck ist f\u00fcr Nikola Lutz und Mark Lorenz Kysela geschrieben und wurde am 16. Mai 2014 in der Gedok Stuttgart uraufgef\u00fchrt. Der Kompositionsauftrag wurde von der Robert-Bosch-Stiftung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Remmy Canedo<\/strong><br \/>\nist ein digitaler Alchemist, der mechanische Wellen in experimentelle elektronische Kunst verwandelt. Er studierte Komposition und Computermusik bei Jorge Pepi Alos an der University of Chile (BA), Marco Stroppa an der Musikhochschule Stuttgart (MA &amp; Konzertexamen) und sp\u00e4ter am IRCAM (Cursus 1 &amp; 2) bei Hector Parra. Seine Musik erforscht klangliche Manipulations- und Deformationsm\u00f6glichkeiten in Echtzeit, wobei sein zentrales Interesse dem Experimentieren sowie dem Dialog zwischen Maschine und Performer gilt. In den letzten Jahren lag der Hauptfokus seiner Arbeit auf der Umsetzung live-algorithmischer Kompositionskonzepte als Erweiterung des Konzeptes der Klangmanipulation. Als Partitur generiert er interaktive Netzwerke, die den kompositorischen Prozess, die Auff\u00fchrenden, sowie visuelle Elemente f\u00fcr die Erzeugung vielgestaltiger Musik einbeziehen. 2012 begann er zusammen mit Tobias Hartmann audiovisuelle Installationen zu kreieren, was zur Entstehung des AVAF (AudioVisualArtFabrik) Kollektiv f\u00fcr interaktive Kunst f\u00fchrte. Dar\u00fcber hinaus gr\u00fcndete er 2013 das Reactive Ensemble, ein auf Computermusik-Design f\u00fcr die Auff\u00fchrung von elektronischer Musik und Multimedia Kunst spezialisiertes Ensemble.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/vimeo.com\/channels\/remmycanedo\" target=\"_blank\">www.vimeo.com\/channels\/remmycanedo<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Malte Giesen<\/strong><br \/>\n1988 in T\u00fcbingen geboren, studierte Komposition\/Computermusik in Stuttgart und Berlin, unterrichtet seit 2015 an der Musikhochschule Karlsruhe. 2009 erhielt er den ersten Preis des Deutschen Musikwettbewerbs Komposition. Dirigentische und k\u00fcnstlerisch-technische Betreuung f\u00fcr das Ensemble Ascolta seit 2012. Auff\u00fchrungen im In- und Ausland, u.a. durch das RSO des SWR Stuttgart, Sonar Quartett, Quatuor Diotima, Sonic.Art Saxophon-Quartett, Ensemble Ascolta, ensemble recherche, ensemble mosaik, Ensemble Kuraia, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Orchestre du CNSM, Ardey Saxophon-Quartett, Namascae Lemanic Modern Ensemble, SUONO MOBILE global auf diversen Festivals, u.a. Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Klangwerkstatt Berlin, Ars Nova Rottweil, Neue T\u00f6ne Open, blurred edges Hamburg, Stuttgarter Saxophonfestival. Zusammenarbeit mit K\u00fcnstlern aus anderen Bereichen, Vermittlung von Neuer Musik an Schulen und Musikschulen, Gr\u00fcndungs-Mitglied im Klangb\u00fcro e.V. , k\u00fcnstlerisch- organisatorische Mitarbeit in SUONO MOBILE \u2013 Initiative f\u00fcr Neue Musik und Co-Initiator des Stuttgarter Festivals \u201eNeue T\u00f6ne Open\u201c.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.malte-giesen.de\" target=\"_blank\">www.malte-giesen.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mark Lorenz Kysela<\/strong><br \/>\nMark Lorenz Kysela wurde 1971 in Stuttgart geboren und verbrachte dort auch seine Schulzeit. Es folgten Studien in den F\u00e4chern klassisches Saxofon, Kammermusik und Zeitgen\u00f6ssische Musik in Frankfurt\/Main und am CNR Bordeaux, Frankreich bei Marie-Bernadette Charrier und Jean-Marie Londeix. Seine Interessensschwerpunkte liegen im Bereich der Neuen, Neuesten und Experimentellen Musik, Freien Improvisation und der Elektronischen und Computer-Musik.<br \/>\nNicht nur als Saxofonist, sondern auch als Ad-Hoc Spieler, Performer, Komponist oder Elektroniker tritt Mark Lorenz Kysela regelm\u00e4\u00dfig national und international bei wichtigen Festivals der Zeitgen\u00f6ssischen und Improvisierten Musik auf, dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf der Zusammenarbeit mit Komponisten und Schaffenden anderer Kunstzweige und dem eigenen Erstellen unterschiedlichst gearteter musikalischer und multimedialer Konzepte. Seine Arbeit ist durch viele Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentiert, zahlreiche Stu\u0308cke wurden von ihm solistisch oder in unterschiedlichsten Kammermusikformationen (ur-)aufgefu\u0308hrt. Wichtige Personen in seiner bisherigen ku\u0308nstlerischen Biographie sind unter anderem Alan Hilario, Martin Schu\u0308ttler, Michael Maierhof, Christoph Ogiermann, Eckart Beinke, Hans-Joachim Hespos, Robin Hoffmann, Hannes Seidl, Thomas Stiegler, Maximilian Marcoll, eine enge ku\u0308nstlerische Freundschaft und h\u00e4ufige Zusammenarbeiten verbindet ihn mit den Tanzperformern und Choreographen Claudia Senoner und Fabian Chyle. Er arbeitete mit dem Staatsopernorchester Stuttgart, dem Radio-Sinfonieorchester des SWR und zahlreichen anderen renommierten Klangk\u00f6rpern zusammen, er ist Saxofonist des Ensembles Oh Ton (<a href=\"http:\/\/www.ohton.de\" target=\"_blank\">www.ohton.de<\/a>) und vieler anderer Formationen, au\u00dferdem ist er Mitglied des Musiker- und Komponistenkollektivs Stock11 (<a href=\"http:\/\/www.stock11.de\" target=\"_blank\">www.stock11.de<\/a>) und zusammen mit J\u00f6rg Koch und Matthias Schneider-Hollek ku\u0308nstlerischer Leiter der monatlichen Elektronik- und Improvisations-Konzertreihe \u201eElektrominibarklingelton\u201c (<a href=\"http:\/\/www.elektrominibarklingelton.de\" target=\"_blank\">www.elektrominibarklingelton.de<\/a>).<br \/>\n2013 erschein seine Solo-CD \u201eEins+\u201c mit sechs zeitgen\u00f6ssischen Werken beim Frankfurter Label Gruenrekorder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nikola Lutz<\/strong><br \/>\nStudierte Saxofon in Bordeaux und Stuttgart und hat sich als Saxofonistin f\u00fcr Neue und experimentelle Musik einen Namen gemacht. Zahlreiche Urauff\u00fchrungen markieren ihr konstantes Interesse an kreativer Literaturentwicklung f\u00fcr das Saxofon. Seit 2006 ist sie Dozentin f\u00fcr klassisches Saxofon an der Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 2010 wurde sie mit dem 1. Preis und dem Publikumspreis beim internationalen Saxofonwettbewerb in Paris ausgezeichnet.<br \/>\nNeben ihrer regen Konzertt\u00e4tigkeit besch\u00e4ftigt sich Nikola Lutz mit elektronischer Komposition und setzt sich mit M\u00f6glichkeiten der Erweiterung des Instrumentariums durch Elektronik auseinander. In ihren Klangskulpturen zwischen komponierter und improvisierter Neuer Musik \u00fcberlagern sich elektronische und akustische Klangwelten und finden zu neuen \u00e4sthetischen Ber\u00fchrungspunkten. Ihr besonders Interesse gilt dabei interdisziplin\u00e4ren Konzeptionen wie z.B. in ihrer Werkreihe \u201eGraphicSound\u201c, wo sie sich mit grafischen Partituren sowie modifizierten Vinyl-Rohlingen mit audiovisueller Wahrnehmung und Klangkonzeption auseinandersetzt.<br \/>\n2013 begann sie neben dem Saxofon auch das osteurop\u00e4ische Volksinstrument \u201eT\u00e1rogat\u00f3\u201c zu spielen und arbeitet seither an der Entstehung einer neuen Literatur f\u00fcr dieses Instrument. Tourneen mit klassischer und experimenteller Musik f\u00fchrten sie durch die USA, China, Brasilien, Russland, Indien und europ\u00e4ische L\u00e4nder. 2015 wurde Nikola Lutz Mitgr\u00fcnderin und 1. Vorsitzende des \u201eStuttgarter Kollektivs f\u00fcr aktuelle Musik\u201c.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nikolalutz.de\" target=\"_blank\">www.nikolalutz.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Joseph Michaels<\/strong><br \/>\ngeb. 1977 in Oberlin, Ohio, USA, lebt als freischaffender Komponist, Multimedia-K\u00fcnstler und Kurator in Stuttgart. Michaels Interesse am Ausprobieren von Klangwelten und deren sozialen Implikationen tritt in vielen seiner aktuellen Werke zu Tage, in denen experimentelle klassische Musik mit Ereignissen und Kl\u00e4ngen aus dem t\u00e4glichen Leben und anderen vertrauten Situationen konfrontiert wird. In seinen St\u00fccken nutzt er erweiterte Spieltechniken, alternative Intonationssysteme, Musiktheater und verschiedene Medien wie Video und Zuspiel-Tapes. Michaels ist auch veranstalterisch aktiv. Seit Januar 2015 arbeitet er im Vorstand des Stuttgarter Kollektivs f\u00fcr aktuelle Musik mit, das experimentelle Musik in S\u00fcddeutschland f\u00f6rdert.<br \/>\nMichaels\u2019 St\u00fccke wurden in Nord- und S\u00fcdamerika, Afrika und Europa von Interpreten wie dem Bugallo-Williams Duo, ensemble cross.art, Geoffrey Deibel, Stephen Mattingly, Th\u00fcrmchen Ensemble, Truike van der Poel und Andreas Fischer (Neue Vokalsolisten), Rohan de Saram und Ensemble SurPlus aufgef\u00fchrt. Er erhielt Einladungen als Gastkomponist an Hochschulen in Europa und den USA. Seine Musik wurde im WDR3 und dem Freien Radio Stuttgart gesendet und an wichtigen Kunstereignissen wie dem Acht Br\u00fccken Festival, Curitiba Biennale, Gaudeamus und ISCM Miami gespielt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.michaelssound.com\" target=\"_blank\">www.michaelssound.com<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Uwe Rasch<\/strong><br \/>\nStudium an der Universit\u00e4t Bremen und der Hochschule f\u00fcr Kunst und Musik, Bremen, Gast in der Kompositionsklasse von Rolf Riehm, Frankfurt; Stipendiat der Hochschule Bremen; einige Jahre freier Mitarbeiter bei Radio Bremen; Lehrbeauftragter an der Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste Bremen bis 2008, Musikp\u00e4dagoge, Mitbegr\u00fcnder und Mitarbeiter der projektgruppe neue musik bremen, Mitglied der K\u00fcnstlergruppe stock11<br \/>\nDie meisten Arbeiten sind gepr\u00e4gt durch audio-visuelle Verbindungen, gestische, halbszenische, konzert-installatorische Momente, sowie durch die unterschiedlichsten Korrespondenzen zwischen K\u00f6rper(bewegung) und Klang; h\u00e4ufig entstehen Klangbilder in Zusammenarbeit mit Schauspielern, T\u00e4nzern und S\u00e4ngern, Filmern<br \/>\n2013 CD\/DVD Musik als Leibes\u00fcbung 1993 \u2013 2009<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.stock11.de\" target=\"_blank\">www.stock11.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Gestaltung<\/em><br \/>\nFor the front cover of the present CD, J\u00f6rg Koch created an independent picture from the photographs that were used for the preliminary stages of GraphicSound VI. The 70 original pictures were stacked on top of each other and mixed together with various blend modes. Thus, certain areas were emphasized, distorted, or eliminated depending on their coloring. The process of superimposing and abandoning complete controllability correlates with the improvisatorial concept of Nikola Lutz\u2019s GraphicSound&#8230; yet it also leaves its own mark.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Fotografen<\/em><br \/>\nJoseph Michaels: Patricia Neligan<br \/>\nNikola Lutz &amp; Mark Kysela: Gerhard Killet<br \/>\nMalte Giesen: Fondation Royaumont &#8211; Agathe Poupeny<br \/>\nRemmy Canedo: HyunJun Hong<br \/>\nAlle Anderen: Privat<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Danke an<\/em><br \/>\nAchim Reiter, Patrick Hammer, Jeanette Singer, Gerhard Killet, Harald Dallhammer, J\u00f6rg Koch, Rebekka Uhlig, Piet Johan Meyer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Invading Pleasures (Nikola Lutz &amp; Mark Lorenz Kysela)\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/strangefruit_sw.jpg\" alt=\"Invading Pleasures (Nikola Lutz &amp; Mark Lorenz Kysela)\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sound Art Series by Gruenrekorder<br \/>\nGermany \/ 2015 \/ Gruen 156 \/ LC 09488 \/ GEMA \/ EAN 4050486947142<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"reviews\"><\/a><strong>Reviews<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ed Pinsent | <a href=\"http:\/\/www.thesoundprojector.com\" target=\"_blank\">The Sound Projector<\/a><\/strong><br \/>\nIntensive exploration of the possibilities of the saxophone in modern music on Infinite Jest (GRUENREKORDER Gruen 156). The duo Mark Lorenz Kysela and Nikola Lutz, calling themselves Invading Pleasures, are consummate players dedicating to pushing envelopes and expanding the boundaries of what is considered possible to play on the saxophone. To that end, here are six compositions and situations set up to test their mettle, including works by Uwe Rasch, Malte Giesen, Remmy Canedo, Joseph Michaels, and Lutz herself. They treat the sounds of their instruments extensively with live electronics, play multiple instruments at the same time, and draw no lines between composition and improvisation. The works here are heavily annotated, but these notes mostly describe the elaborate processes involved in their creation; one of them uses graphics scores derived from photographs, another piece doubles up the instrument pitches with \u201cMidi sounds and meaningless speech\u201d. Still another boasts that it is \u201cabout sound meta-annihilation, abstract violence, broken lines and tempo shifts\u201d and goes on to quote Georges Bataille. In short, I know when I\u2019m outsmarted; this release is far too intellectualised and hyper-musical for me to derive much enjoyment from it, and while one can admire the skills on offer and the unusual sounds created, the operation feels far too poised and contrived, and the music emerges as something cold and clinical in its perfection. The work doesn\u2019t appear to be about anything, other than the process by which it was created, and the musicians\u2019 ability to play it. From 26 January 2016.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thesoundprojector.com\/2016\/08\/29\/out-of-twenty-four\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Katrin Hauk | <a href=\"http:\/\/freistil.klingt.org\/\" target=\"_blank\">freiStil \u2013 Magazin f\u00fcr Musik und Umgebung<\/a> \/ #67<\/strong><br \/>\ninfinte jest (Gruenrekorder\/gruenrekorder.de) umfasst neue Musik f\u00fcr zwei Saxofone, gespielt vom Duo Invading Pleasures mit Nikola Lutz und Mark Lorenz Kysela. Uwe Raschs St\u00fcck aus vierundzwanzig: vierundzwanzig er\u00f6ffnet das Album. Rasch bezieht sich in seinem Zyklus aus vierundzwanzig auf Schuberts 24-teiligen Liederzyklus Die Winterreise und verarbeitet einzelne Lied- bzw. Textteile zu neuen Modulen. Beim ersten St\u00fcck spielen die beiden Musiker unisono eine Melodielinie im hohen Register. Beim zweiten St\u00fcck aus vierundzwanzig: zw\u00f6lf\/einundzwanzig, ebenfalls Teil dieses Albums, f\u00fcgt Rasch Elektronik und Klangobjekte hinzu. Fast alle St\u00fccke auf dieser CD beinhalten elektronische Zuspielungen bzw. Live-Elektronik, wie etwa auch Malte Giesens Komposition mit Verlaub (gehoben, eine m\u00f6glicherweise \u00c4rger erregende Aussage einleitend). Schnelle Saxofonlinien fallen hier zu Beginn nach unten, begleitet von elektronischen Kl\u00e4ngen, die sich im weiteren Verlauf des St\u00fccks in Stimmengewirr ver\u00e4nderen. Neben Musik dieser beiden Komponisten gibt es noch Arbeiten von Remmy Canedo, Joseph Michaels und Nikola Lutz selbst zu h\u00f6ren. Lutz&#8216; St\u00fcck GraphicSound VI basiert auf Detail-Fotografien einer Kontrabassklarinette und eines T\u00e1rogat\u00f3, die in einem weiteren Schritt abstrahiert werden und durch \u00dcberlagerungen zu einer variablen Partitur f\u00fchren. Jedes dieser St\u00fccke trieft nur so vor Hirnschmalz. Die Musik selbst klingt dennoch nie konstruiert, was den beiden Interpreten zuzuschreiben ist. Sie spielen gekonnt, mit \u00dcberzeugung und bringen es stets auf den Punkt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/freistil.klingt.org\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Guillermo Escudero | <a href=\"http:\/\/www.loop.cl\" target=\"_blank\">Loop<\/a><\/strong><br \/>\nBehind Invading Pleasures are Stuttgart-based saxophonists  Nikola Lutz: soprano, alto, bass saxophone, T\u00e1rogat\u00f3 [an Eastern European folk instrument], sound objects, voice, electronics, and Mark Lorenz Kysela: soprano, alto, tenor saxophone, bass clarinet, sound objects, electronics. Both musicians hold an important career in contemporary and improvised music. Their interest is pointed at to expand the possibilities of the instrument through electronics.<br \/>\n&#8222;Infinite Jest&#8220; is a new release in the Sound Art Series of the German label and consists of six compositions by musicians Uwe Rasch [two pieces], Nikola Lutz, Malte Giesen, Remmy Canedo and Joseph Michaels.<br \/>\nIn the two Rasch\u2019s compositions &#8222;aus vierundzwanzig: vierundzwanzig&#8220; the two saxophone sound almost in unison playing the same notes, many of which are electronically manipulated to produce intricate shapes.<br \/>\n&#8222;Grahic Sound VI&#8220; by Nikola Lutz\u2019s, the sax emits guttural sounds, some of them almost unnoticeable.<br \/>\nOn &#8222;aus vierundzwanzig: zw\u00f6lf \/ einundzwanzig&#8220; by Uwe Rasch overlap to the sax electronic and acoustic noise and distorted voices.<br \/>\n&#8222;mit Verlaub&#8220; by Malte Giesen blend voices with pitch variations and swirling sax attempt to produce a dialogue.<br \/>\nOn &#8222;Criminal Immensity&#8220; by Remmy Canedo display staccato and sustained sax notes alogwith computer generated sounds.<br \/>\nThe last piece of Joseph Michaels &#8222;Assembly Line&#8220; computer generated sounds come together with repetitive and espectral sax notes.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.loop.cl\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=1241&#038;Itemid=27\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DM | <a href=\"http:\/\/www.vitalweekly.net\" target=\"_blank\">VITAL WEEKLY<\/a><\/strong><br \/>\nSo let\u2019s change to the Invading Pleasures, which is the name of a Stuttgart-based duo of saxophonists Mark Lorenz Kysela and Nikola Lutz. They have an interest for combining saxophone with electronics. \u2018Infinite Jest\u2019 is their debut album, counting six compositions that all illustrate this interest. Five works are especially written for them. Two parts from Rasch\u2019s work \u2018Aus Vierundzwanzig\u2019, a work by Nikola Lutz himself, Plus three compositions by Malte Giessen, Remmy Canedo and Joseph Michaels. All works have in common that electronics play an important role in embedding, manipulating, transforming the sax playing, etc. Highly experimental and conceptual. But again I have to say that this accomplished music did not work for me. I don\u2019t like the combination of sax and other \u2013 often electronic \u2013 sounds. Also the compositions didn\u2019t impress me. All together these two releases are too far away from my aesthetics.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.vitalweekly.net\/1029.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.textura.org\" target=\"_blank\">textura<\/a><\/strong><br \/>\nGruenrekorder has certainly made a name for itself as a central hub for field recordings-related activity, but there are other sides to the label, too, one of which is symbolized by Infinite Jest, a seventy-minute collection produced by Stuttgart-based saxophonists Mark Lorenz Kysela and Nikola Lutz under the Invading Pleasures name. Though it&#8217;s tempting to describe the release as representative of the label&#8217;s more conventional musical side, such a description is misleading: the material, while rooted in musical form, is anything but conventional; instead, it&#8217;s as daring and experimental as anything else in the Gruenrekorder catalogue and fittingly is presented as an installment in the label&#8217;s Sound Art Series.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The saxophonists draw inspiration from the instrument&#8217;s seemingly limitless sound-generating possibilities, especially when it&#8217;s augmented by electronics, and fervently apply that mindset to the six settings on the recording, two of them by Uwe Rasch and one by Lutz herself. The range of music explored on the album might not match the mind-boggling sprawl of David Foster Wallace&#8217;s novel\u2014what recording could?\u2014but it does at the very least suggest it. In pursuit of their goal, Kysela and Lutz arm themselves with soprano, alto, tenor, and bass saxophones, as well as contrabass clarinet, t\u00e1rogat\u00f3 (an Eastern European folk instrument), and, of course, electronics. Both musicians are engaged in exploring the overlaps between composed and improvised forms and between the acoustic and electronic realms.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rasch&#8217;s two pieces derive from a body of work he&#8217;s creating based on Schubert&#8217;s twenty-four-part song cycle Die Winterreise. The first of the two, aus vierundzwanzig: vierundzwanzig (based on \u201cDer Leiermann,\u201d the last of the cycle&#8217;s songs), catches one&#8217;s ear immediately due to the minute differences between the saxophones&#8216; unison lines. Beating effects are generated when the pitches closely align, and the pitch-shifting capacity of the instrument allows the patterns to gradually converge and diverge, making for all kinds of fascinating sonic effects. The second, aus vierundzwanzig: zw\u00f6lf\/einundzwanzig, uses pitches taken from the twelfth (\u201cEinsamkeit\u201d) and the twenty-first (\u201cDas Wirtshau\u201ds) songs, which are overlaid and separately voiced by the instruments. Complicating matters, a playback triggered by the players&#8216; foot pedals and based on the barking of dogs appears as recurring punctuation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The energy level escalates in Malte Giesen&#8217;s mit Verlaub, a wild, roller-coaster collage of bleating saxes, garbled voice chatter, multiphonics, unison pitches, programmed beats, and noise. A somewhat macabre dimension is added to the project via Remmy Canedo&#8217;s Criminal Immensity, which doesn&#8217;t come as a complete shock given that it&#8217;s based on Georges Bataille&#8217;s L&#8217;Archang\u00e9lique and smears the saxophones&#8216; grinding and groaning with scabs of grime and distortion. As aptly titled but a little easier on the ears is Joseph Michaels&#8216; Assembly Line, which re-assembles recordings of Kysela&#8217;s soprano sax playing to mimic the repetitious operation of an automated assembly line.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>For Lutz&#8217;s Graphic Sound VI, the musicians recorded a series of improvisations that she then shaped into a twenty-two-minute collage. Over the course of the piece, guttural, burbling, braying, creaking, and writhing sounds repeatedly surface in what could be construed as a direct challenge to accepted definitions of music. Still, as interesting as its wide-ranging soundworld is, the piece&#8217;s explorative flow arrests the momentum established by Rasch&#8217;s opener, and it&#8217;s not the only time the listener is asked to accept meander on the recording. To appreciate what Infinite Jest has to offer, there are times when one must attune oneself to its oft-meditative character and set aside expectations of high-intensity fireworks\u2014though there is a generous helping of that, too.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.textura.org\/reviews\/invadingpleasures.htm\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u0141ukasz Kom\u0142a | <a href=\"http:\/\/www.nowamuzyka.pl\" target=\"_blank\">Nowamuzyka.pl<\/a><\/strong><br \/>\nNowo\u015bci z Gruenrekorder. Tym razem co\u015b dla mi\u0142o\u015bnik\u00f3w eksperyment\u00f3w rozpisanych na saksofony i modu\u0142owe instalacje nawi\u0105zuj\u0105ce do dzie\u0142 Franza Schuberta.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nikola Lutz studiowa\u0142a nauk\u0119 gry na saksofonie w Bordeaux i Stuttgartcie. Podobnie Mark Lorenz Kysela. Oboje w swoich pracach skupiaj\u0105 si\u0119 na \u0142\u0105czeniu swobodnej improwizacji z elektronik\u0105. Niekiedy w trakcie komponowania wykorzystuj\u0105 kilka saksofon\u00f3w naraz. \u201eInfinite Jest\u201d to ich pierwsze wsp\u00f3lne wydawnictwo, kt\u00f3re przynosi sze\u015b\u0107 kompozycji b\u0119d\u0105cych pr\u00f3b\u0105 interpretacji utwor\u00f3w, takich kompozytor\u00f3w jak Uwe Rasch, Joseph Michaels, Remmy Canedo czy Malte Giesen. Duet zaskakuje mnogo\u015bci\u0105 u\u017cytych technik odno\u015bcie saksofonu, co w zestawieniu z muzyk\u0105 komputerow\u0105 daje nam postmodernistyczn\u0105 tkank\u0119 zanurzon\u0105 w eksperymentach z form\u0105, jak i brzmieniem. Luzt i Kysela nieustannie dopieszczaj\u0105 dysonanse, chropowato\u015bci oraz pozbawiaj\u0105 s\u0142uchaczy wszelki skojarze\u0144 i prostych nawi\u0105za\u0144. Ich my\u015blenie na \u201eInfinite Jest\u201d pokazuje, \u017ce kreuj\u0105 sw\u00f3j w\u0142asny \u015bwiat d\u017awi\u0119k\u00f3w. [<a href=\"http:\/\/www.nowamuzyka.pl\/2016\/01\/29\/nowosci-z-gruenrekorder\/\" target=\"_blank\">&#8230;<\/a>]<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nowamuzyka.pl\/2016\/01\/29\/nowosci-z-gruenrekorder\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Infinite Jest | Invading Pleasures (Nikola Lutz &amp; Mark Lorenz Kysela) English | Deutsch Gruen 156 | Audio CD &gt; [Bestellung] Reviews &nbsp; Mark Lorenz Kysela und Nikola Lutz haben sich dem konsequenten Experimentieren mit Saxofonen und Elektronik verschrieben. \u201eGibt es etwas, was man aus einem Saxofon nicht hervorbringen kann?\u201c Diese Frage l\u00e4sst ihnen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-14449","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14449"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14454,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/14449\/revisions\/14454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}