{"id":20274,"date":"2023-03-20T11:16:45","date_gmt":"2023-03-20T11:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=20274"},"modified":"2024-01-15T11:54:23","modified_gmt":"2024-01-15T11:54:23","slug":"series-invisible","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=20274","title":{"rendered":"series invisible | Christoph Korn &#038; Lasse-Marc Riek \u2013 Deutsch"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"series invisible | Christoph Korn &amp; Lasse-Marc Riek\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_215_cover.png\" alt=\"series invisible | Christoph Korn &amp; Lasse-Marc Riek\" border=\"1\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>series invisible | <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=370\">Christoph Korn<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=21\">Lasse-Marc Riek<\/a><\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=20378\">English<\/a> | <em>Deutsch<\/em><br \/>\nGruen 215 | Limited Edition Box Set mit 10 CDs und Buch&nbsp;&gt; [<a href=\"https:\/\/shop.gruenrekorder.de\/?full#Gruen_215\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bestellung<\/a>]<br \/>\n<a href=\"#reviews\">Rezensionen<\/a><br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Audioarbeit von Christoph Korn und Lasse-Marc Riek, 2004-fortlaufend<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Hilfe eines Audio Rekorders wird der Klang ausgew\u00e4hlter Orte oder spezifischer Klangph\u00e4nomene aufgezeichnet. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt werden diese O-Ton Aufnahmen wieder gel\u00f6scht. Dieser Vorgang wird notiert und in Form von \u00bbSchrift\u00ab festgehalten. So entsteht eine Serie von Notaten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beispiel:<br \/>\nWind (sanft)<br \/>\nAufnahme: 8.8.2021, 15:24 Uhr, M\u00f6nbachtal Eifel, (D)<br \/>\nGel\u00f6scht: 8.8.2021, 15:31 Uhr<br \/>\nDauer der Aufnahme: 3\u00b417\u00b4\u00b4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Januar 2023 wurden alle seit 2004 erstellten Notate im Tonstudio des S\u00fcdwestrundfunks von einer weiblichen und einer m\u00e4nnlichen Stimme eingesprochen. Die hier vorliegende CD Edition dokumentiert eine Auswahl davon. Die Notate erklingen immer im Wechsel von weiblicher und m\u00e4nnlicher Stimme. Die in ihnen verzeichnete \u201eDauer der Aufnahme\u201c wird jeweils als Stille gehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stimmen: <a href=\"http:\/\/www.agentur-reimann.de\/schauspieler\/caroline-junghanns\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Caroline Junghanns<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.agentur-schneider-berlin.de\/ole-lagerpusch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ole Lagerpusch<\/a><br \/>\nDramaturgie und Redaktion: Manfred Hess<br \/>\nTon und Technik: Tanja Hiesch und Christian Eickhoff<br \/>\nProduktion: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/hoerspiel\/aktuelle-beitraege-hoerspiel-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdwestrundfunk 2023<\/a><br \/>\nGestaltung: <a href=\"https:\/\/u9.net\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">U9 visuelle Allianz<\/a>, Offenbach am Main<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erm\u00f6glicht durch eine F\u00f6rderung der <a href=\"https:\/\/www.kunstfonds.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Stiftung Kunstfonds<\/a> (Neustart<br \/>\nKultur), Startnext und dem <a href=\"https:\/\/miz.org\/de\/institutionen\/fachbereich-kultur-stadtidentitaet-und-internationale-beziehungen-der-stadt-hanau-i372\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachbereich Kultur der Stadt Hanau<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Danke an Nora Grozdek f\u00fcr die Ermutigung und Unterst\u00fctzung, an das Team von U9 f\u00fcr das wunderbare Artwork. Danke an Claas Morgenroth, Manfred Hess (SWR) und Roland Etzin. Danke an Christian Klisch, allen Startnext-Unterst\u00fctzer*innen und die Stadt Hanau<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sound Art Series by Gruenrekorder<br \/>\nDeutschland \/ 2023 \/ Gruen 215 \/ LC 09488<br \/>\nBox Set (Book + 10 CDs), 10 Tracks (667:53), Auflage 20 Exemplare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/bkm_250pix-150x150.png\" alt=\"\" width=\"80\" height=\"100\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-20338\" \/>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/kf-310pix.png\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"43\" class=\"alignnone size-full wp-image-20343\" \/>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/hu_250pix.png\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"95\" class=\"alignnone size-full wp-image-20346\" \/>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/swr-210pix.png\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"62\" class=\"alignnone size-full wp-image-20348\" \/><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Claas Morgenroth<\/strong><br \/>\nDie L\u00f6schnotate von Christoph Korn und Lasse-Marc Riek sind Erinnerungsst\u00fccke, die etwas ersetzen, das nicht mehr ist. Sie dokumentieren einen Klang, der oftmals an einem Ort von pers\u00f6nlicher oder historischer Bedeutung aufgenommen wurde, manches Mal aber auch etwas Beil\u00e4ufiges zum Gegenstand hat, das Summen einer Biene, das Rauschen des Windes. Es sind akustische Ereignisse, die zu unserer nat\u00fcrlichen Umgebung geh\u00f6ren und die nicht verursacht, sondern aufgezeichnet werden. \u00dcbrig bleibt ein Notat, das gelesen oder vorgelesen davon berichtet, dass etwas unwiederbringlich verlorengegangen ist. Dieser Verlust wird bewahrt und aufbewahrt, indem seine Dauer als Stille reproduziert wird, in der Innen- und Au\u00dfenwelt der Wahrnehmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verbl\u00fcffend ist, wie durch dieses einfache Verfahren (aufnehmen, l\u00f6schen, \u00fcbertragen) die Zeichenhaftigkeit des Ged\u00e4chtnisses und die Doppelstruktur unserer Aufzeichnungsmedien zum Ausdruck kommt. Im Erinnern beziehen wir uns auf eine Welt, die abwesend ist \u2013 f\u00fcr uns und andere. Dies hat das Erinnerungsverm\u00f6gen des Menschen mit dem Sprachzeichen gemeinsam, das auf etwas Abwesendes verweist und durch dieses Verh\u00e4ltnis seine eigene Wirklichkeit entfaltet. Aufzeichnungsmedien sind ganz \u00e4hnlich strukturiert. Ihre Materialien und Instrumente haben die Aufgabe, zu speichern, zu verarbeiten und zu l\u00f6schen. Der antike stilus etwa verf\u00fcgte \u00fcber ein spitzes Ende, mit dem man Buchstaben in Wachstafeln ritzte, und \u00fcber ein spatelf\u00f6rmiges Ende, mit dem das geritzte Wachs wieder glatt gestrichen werden konnte. Wer aufzeichnet, l\u00f6scht. Vergleichbares gilt f\u00fcr alle Ged\u00e4chtnismaschinen \u2013 bis heute. Sie folgen der Zweiseitigkeit der Erinnerung, die festh\u00e4lt, was wieder vergessen werden kann oder soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die series invisible inszenieren diese Beziehung zwischen dem archivierten Ereignis, seiner Aufhebung und Verwandlung als Medienwechsel, vom Klangereignis auf einem Tontr\u00e4ger zum Wort, geschrieben und gesprochen. Dieser \u00dcbergang vom Laut zum Lautzeichen verlangt pr\u00e4zise Regeln, eine strenge Form. Vermerkt werden Adresse, Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Datum und Uhrzeit der L\u00f6schung, au\u00dferdem die Dauer der Aufnahme. Diese rudiment\u00e4re, ja karge Struktur des Erinnerns zeitigt verschiedene Effekte, die zun\u00e4chst einmal intim sind. Korn und Riek geben einem Ort, einer Stunde, einem Klang eine besondere Aufmerksamkeit, eine Aufmerksamkeit, die zugleich durch diesen Ort, diese Stunde, diesen Klang herausgefordert und bezeugt wird. Was sie genau bewegt, wissen wir nicht. Man kann es zuweilen erraten, anhand der Namen, die die L\u00f6schnotate im Titel tragen (\u201ePrivatwohnung\u201c, \u201eInstitut f\u00fcr Sozialforschung\u201c, \u201eHaftanstalt f\u00fcr Abschiebung\u201c). Eine Kleinigkeit sorgt daf\u00fcr, dass die Ereignishaftigkeit der Aufnahme sich zum Ereignis des Gedenkens hin verschiebt. Die Notate verzeichnen, wo eine Aufnahme entstanden ist, nicht aber, wo sie gel\u00f6scht wurde. So wird mit dem Verlust des Klangs und der Ortlosigkeit seines Endes unser Vorstellungsverm\u00f6gen herausgefordert; an die Stelle eines akustischen Geschehens tritt die stille Anschauung seiner Dauer. Was bleibt, ist die Wiederholung der Vergangenheit in der Ruhe ihrer Vergegenw\u00e4rtigung. \u201eWiese bei Jossgrund\/Oberndorf. Aus einer Buschreihe heraus aufgenommen. Aufnahme: 25.09.2005, 15:43 Uhr, gel\u00f6scht am: 26.09.2005, 11:43 Uhr. Dauer der Aufnahme: 2\u00b425\u00b4\u00b4\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen die L\u00f6schnotate als Einladung begreifen. Sie verschaffen den verschiedenen Formen der Einkehr und Sammlung, der Kontemplation und Versenkung Platz im Innenraum des H\u00f6rens. So k\u00f6nnen wir die intime Erfahrung der Aufzeichnung f\u00fcr uns wiederholen, indem wir ihren Verlust in der Erinnerung erleben; so kann sich mit der Stille des Notats das Rauschen der leeren Welt ausbreiten und in der Phantasie des Menschen spiegeln; so bleibt als Zeit erhalten, was als akustischer Ort verschwunden ist. Die L\u00f6schnotate d\u00fcrfen aber auch als Interventionen verstanden werden gegen die Herrschaft des Wachstumsprinzips, das im R\u00fccken der Geschichte Tr\u00fcmmer um Tr\u00fcmmer aufh\u00e4uft. Denn im Mittelpunkt steht die Kehrseite des Produktionsprozesses \u2013 das Verstummen. In diesem Sinne \u00fcben sich die series invisible in der Praxis des Entzugs, der Profanierung und Freilassung der Wahrnehmung aus den Zw\u00e4ngen des Dauerkonsums. Damit verkn\u00fcpft ist eine bestimmte \u00e4sthetische Haltung. Zur Idee der Kunst hat immer geh\u00f6rt, etwas schaffen zu wollen, um zur Entfaltung der M\u00f6glichkeit und der Potentialit\u00e4t der Welt beizutragen. Daran gebunden war und ist ein materieller Fortschritts- und Aktivit\u00e4tsbegriff, der unabl\u00e4ssig ist. Die L\u00f6schnotate von Christoph Korn und Lasse-Marc Riek kehren diese Idee um. Sie suchen bewusst aus, was gel\u00f6scht werden soll und bewahren so, was sonst verschwunden w\u00e4re. Aber sie bringen im Grunde nichts hervor, sondern bezeugen, was unverf\u00fcgbar ist. Wer sich beharrlich und geduldig dieser Unverf\u00fcgbarkeit zuwendet, wer seine Aufmerksamkeit darauf lenkt, was unterlassen bleibt und dadurch gezeigt wird, der kann die Erfahrung machen, dass diese Form der Unterlassung sinnlich und politisch und sch\u00f6n ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Georg Imdahl<\/strong><br \/>\nIn der \u201ePhotographie\u201c, schreibt Roland Barthes, lasse sich \u201enicht leugnen, da\u00df die Sache dagewesen ist\u201c. Den Protagonisten in \u201eAusterlitz\u201c l\u00e4sst W.G. Sebald berichten, gerade wo er sich \u201em\u00fche, mich zu erinnern\u201c, l\u00f6se sich \u201edas Dunkel nicht auf, sondern verdichtet sich bei dem Gedanken, wie wenig wir festhalten k\u00f6nnen, was alles und wieviel st\u00e4ndig in Vergessenheit ger\u00e4t, mit jedem ausgel\u00f6schten Leben, wie sich die Welt sozusagen von selbst ausleert, indem die Geschichten, die an den ungez\u00e4hlten Orten und Gegenst\u00e4nden haften, welche selbst keine F\u00e4higkeit zur Erinnerung haben, von niemandem je geh\u00f6rt, aufgezeichnet oder weitererz\u00e4hlt werden\u201c.<br \/>\nDie Protokolle des Aufzeichnens und L\u00f6schens der \u201eseries invisible\u201c bezeugen in wenigen Daten \u2013 Location, Record, Delete, Duration \u2013, dass etwas gewesen ist. Es sind Kl\u00e4nge, die aufgezeichnet und gel\u00f6scht wurden, nicht Bilder. Schl\u00e4gt das Unsichtbare im Titel der Serie einen Bogen zur Photographie? Konkret erinnern die Notate an Orte, Personen, Ereignisse, nicht minder an die Selbstausleerung der Welt, an ausgel\u00f6schtes Leben, die Vergessenheit, die, partiell und paradigmatisch, ihrer selbst entrissen wird, an den Vorgang des Aufzeichnens und L\u00f6schens, an die Erinnerung selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Achim Wollscheid<\/strong><br \/>\nErstaunt m\u00fcssen wir feststellen, dass, je mehr Dinge wir haben, wir sie umso weniger haben. \u201eHaben\u201c im Sinne eines Wissens dar\u00fcber was und wie sie sind \u2013 in Bezug auf andere Dinge und in Bezug auf uns und was sie in beiderlei Hinsicht bedeuten. Was ist das f\u00fcr ein Wissen, das wir sammeln? Gibt es irgendetwas au\u00dferhalb dieses Wissens das real ist? Was hei\u00dft es, zu wissen? Wissen \u2013 als Information, auf Daten-Tr\u00e4gern gesammelt, in Stein geritzt, als Buch gedruckt oder auf Hard-Disk gespeichert? Oder m\u00fcssen wir Wissen als den unvermeidlichen Strom von Klang, Clips, Features und Nachrichten akzeptieren, der den Film des Tages ausmacht? Es scheint, dass je ungewisser die Gr\u00fcnde f\u00fcr unser Hiersein werden, es umso notwendiger die Begleitung durch gespeicherte oder fl\u00fcchtige Daten braucht \u2013 als eine Art wachsendes Polster, damit wir uns selbst nicht zu fassen bekommen.<br \/>\nK\u00f6nnen wir zu den Dingen zur\u00fcck? Und zu uns? Ich denke nicht \u2013 denn an welcher Kurve sollten wir umkehren? Als K\u00fcnstler entwickeln, erweitern und verfeinern wir unweigerlich den Symbolgebrauch \u2013 und deshalb helfen wir dieses Polster zu vergr\u00f6\u00dfern \u2013 gleichzeitig als T\u00e4ter und Opfer der jeweils angewandten Methode. Worin best\u00fcnde gegebenenfalls eine verantwortliche Ma\u00dfnahme diese Methoden selbst-reflexiv werden zu lassen? M\u00f6glicherweise aus L\u00f6schvorg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Links und weitere Projekte:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Website <a href=\"https:\/\/www.series-invisible.de\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">www.series-invisible.de<\/a> sind alle seit 2004 erstellten L\u00f6schnotate einer interessierten \u00d6ffentlichkeit bereits zug\u00e4nglich gemacht worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Jahren 2007 und 2013 wurden jeweils ein Buch mit einer Auswahl an L\u00f6schnotaten \u00fcber die Audioverlage Selektion, Revolver und Gruenrekorder ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>series invisible &#8211; <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=344\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">collection 1 (2007)<\/a><br \/>\nseries invisible &#8211; <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=10987\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">collection 2 (2013)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiterer Schritt dieses Projekts war die performative Umsetzung mit dem Material. Eine dreit\u00e4gige <a href=\"https:\/\/www.christophkorn.de\/home\/performance_\/series-invisible-live.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Performance<\/a> fand im Rahmen des Wandelweiser Festivals &#8222;Klangraum 2016&#8220; im Kunstraum D\u00fcsseldorf statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;series invisible&#8220; wurde 2008 f\u00fcr den franz\u00f6sichen Klangkunstpreis <a href=\"http:\/\/www.phonurgia.org\/concours_palmares.htm\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Phonurgia Nova Award<\/a> nominiert und erhielt eine besondere Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der gleichnamigen Radioproduktion im SWR2 (Ursendung vom 25.3.2023) werden alle Notate aus dem Zeitraum von 2004-2022 gelesen. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/hoerspiel\/series-invisible-swr2-ohne-limit-bis-6-uhr-2023-03-25-100.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Download bis 24.03.2024<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr width=\"100%\" size=\"2\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"reviews\"><\/a><strong>Rezensionen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rigobert Dittmann | <a href=\"http:\/\/www.badalchemy.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Bad Alchemy Magazin<\/a> (122)<\/strong><br \/>\n\u201cseries invisible\u201d (Gruen 215) ist eine 2004 begonnene Kollaboration von CHRISTOPH KORN (Imperial Hoot, Arbeit, Blank) und LASSE-MARC RIEK (der 2003 Gruenrekorder mitbegr\u00fcndet hatte). Dabei sammelten sie zig Field Recordings, die sie aber in einer wei\u00adteren Drehung wieder l\u00f6schten, um das nur als Notate zu protokollieren &#8211; Beispiel: 2 Ort Bahnhof Aufnahme 18.10.2006, 13:05 Uhr, Bad Kleinen Gel\u00f6scht am 21.10.2006, 20:04 Uhr Dauer der Aufnahme 4&#8217;40&#8220;. Als vollst\u00e4ndiges Box-Set f\u00fcllt das 10 CDs und ein Buch. Hier versammelt auf einer CD plus Booklet ist eine Auswahl von 22 solcher Notate, ab\u00adwechselnd gelesen von einer M\u00e4nner- und einer Frauenstimme: 1 Wiese bei Jossgrund\/ Oberndorf, 3 Waldst\u00fcck, 4 Gesang einer Goldammer, 5 Schlafphase Elli-Mia Riek, 6 Woh\u00adnung von Walter Benjamin, 7 Flugzeug\u00fcberflug Nr. 9, 8 Flugzeug\u00fcberflug Nr. 10, 9 Flug\u00adzeug\u00fcberflug Nr. 14, 10 Klosterzimmer, 11 Privatwohnung, 12 Tel Aviv Museum of Art, in der N\u00e4he des Kunstwerks \u201eSolitude\u201c von Marc Chagall, 13 Privatwohnung, 14 Mohammed-al-Amin-Moschee, 15 Wiese bei Jossgrund\/Oberndorf. Aus einer Buschreihe heraus auf\u00adgenommen, 16 Holzbiene (in der Kirschbl\u00fcte nach Nektar suchend), 17 Rosenk\u00e4fer (auf dem Rhododendron ruhend), 18 Der Ettersberg (in der N\u00e4he des ehemaligen KZs Buchen\u00adwald), 19 Schnee (ganz still), 20 benedicere \u2013 als Lobpreis des Lichts, der V\u00f6gel, der Bu\u00adchen und Birken und Eichen, des Efeus, des Klangs, des Holzes, des Laubs und der Stei\u00adne, des Winds, des Atems, des Lebens, der Kranken, des Gelbs und des Gr\u00fcns, der Idio\u00adten, der Blumen, des Tods, des Teers, des Vaters, der Mutter. 21 Privatwohnung (Fu\u00dfnote: Krieg \u2013 am 28.2.22 ist das der russische \u00dcberfall der Ukraine), 22 Tesla Fabrik. Die Aus\u00adwahl ist schon vielsagend, mit Benjamin und Chagall, Juden und Moslems, KZ und RAF, Idylle und Krieg. Die Stille an sich aber auch: \u00dcber das Vergehen und Vergessen, das postmoderne Sammeln, Archivieren, Musealisieren. 22 mal das &#8218;4:33&#8216;-Angebot, doch nicht um Erwartung in Wahrnehmung zu verwandeln, sondern als Freiraum f\u00fcr die Vor\u00adstellungskraft, die Erinnerung, f\u00fcr Momente der Besinnung. [BA 122 rbd]<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.badalchemy.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; series invisible | Christoph Korn &amp; Lasse-Marc Riek English | Deutsch Gruen 215 | Limited Edition Box Set mit 10 CDs und Buch&nbsp;&gt; [Bestellung] Rezensionen &nbsp; Audioarbeit von Christoph Korn und Lasse-Marc Riek, 2004-fortlaufend &nbsp; Mit Hilfe eines Audio Rekorders wird der Klang ausgew\u00e4hlter Orte oder spezifischer Klangph\u00e4nomene aufgezeichnet. 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