{"id":9619,"date":"2013-02-25T18:02:17","date_gmt":"2013-02-25T18:02:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=9619"},"modified":"2015-04-22T07:24:25","modified_gmt":"2015-04-22T07:24:25","slug":"eins-various-artists-deutsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=9619","title":{"rendered":"Eins + | Mark Lorenz Kysela \u2013 Deutsch"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" title=\"Eins + | Various Artists\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/120_01.jpg\" alt=\"Eins + | Various Artists\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eins + | <a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=9782\">Mark Lorenz Kysela<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Gruen 120\u00a0| Audio CD &gt; [<a href=\"https:\/\/shop.gruenrekorder.de\/?full#Gruen_120\" target=\"_blank\">Bestellung<\/a>]<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/?page_id=9585\">English<\/a> | <em>Deutsch<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#reviews\">Rezensionen<\/a><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mark Lorenz Kysela spielt aktuelle Musik f\u00fcr einen Instrumentalsolisten, klangliche Erweiterungen und Zuspieler<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1_Christoph Ogiermann | DRUCKBL\u00d6CKE und ZEICHENAKKUMULATIONEN BCC<br \/>\nden arschl\u00f6chern die durch ihren egoismus und ihre angst den wunsch nach z\u00e4rtlicher solidarit\u00e4t an der verwirklichung hindern<br \/>\nf\u00fcr Saxofon, Licht, Video, Zuspiel (2002), H\u00f6rfassung (Bcc) (2011\/12) 9&#8217;32<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/druckbloecke_bcc_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela &#8211; Sopransaxofon, Aktionen<br \/>\nOgiermann \u2013 Erstellung des Zuspielers und der H\u00f6rfassung<br \/>\nAufnahme: Gerd Anders, Bremen 2011<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2_Thomas Stiegler | Treibgut VI<br \/>\nf\u00fcr Sopransaxofon und Zuspiel (2012) 14&#8217;04<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/treigut_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela \u2013 Sopransaxofon<br \/>\nStiegler und Hannes Seidl &#8211; Erstellung des Zuspielers<br \/>\nAufnahme: Heiko Schulz, Leonberg 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3_Martin Sch\u00fcttler | sch\u00f6ner leben 7<br \/>\nf\u00fcr Saxofone und Elektronik (2011) 11&#8217;15<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/sl7_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela \u2013 Sopran- und Tenorsaxofon, fussbedientes Keyboard, Stecker, Kabel, Midi- und Distortionfusspedal, Spraydose<br \/>\nSch\u00fcttler \u2013 Einrichtung der Live-Elektronik und der Zuspiel-Samples<br \/>\nText: Mara Genschel<br \/>\nStimme: David Foster Wallace<br \/>\nAufnahme: Sebastian Schottke, ZKM Karlsruhe 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4_Michael Maierhof | splitting 13<br \/>\nf\u00fcr Altsaxofon mit schwingendem System und Zuspielung (2010) 13&#8217;03<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/splitting_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela \u2013 Altsaxofon mit Splitter<br \/>\nMaierhof \u2013 Einspielung und Erstellung des Zuspielers<br \/>\nAufnahme: Sebastian Schottke, ZKM Karlsruhe 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5_Alvin Lucier | IN MEMORIAM JON HIGGINS<br \/>\nfor clarinet and pure wave oscillator (1985) 19&#8217;56<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/in_memoriam_jon_higg_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela \u2013 Klarinette und Programmmierung des Sinustongenerators<br \/>\nAufnahme: Kysela, Stuttgart 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6_Uwe Rasch | aus vierundzwanzig: drei<br \/>\nf\u00fcr Sopransaxofone und Zuspiel (2010) 2&#8217;26<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/mp3\/aus_vierundzwanzig_snipp.mp3\">MP3<\/a><br \/>\nKysela \u2013 Sopransaxofone und Zuspielband ( Eisenstangen, Drumsticks, Kissen )<br \/>\nRasch \u2013 Schuss in den Fl\u00fcgel<br \/>\nAufnahme: Rasch, Kysela, Amelie Haas, Bremen 2011, Stuttgart 2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6 Tracks (70\u203218\u2033)<br \/>\nCD (500 St\u00fcck)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eins+<\/strong><br \/>\nMark Lorenz Kysela, Saxophone und Klarinette<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Interpret auf Saxophonen und Klarinette. Solistisch, in Kombination mit (live-) elektronischen oder analogen Erweiterungen und Zuspielungen. Mark Lorenz Kysela stellt sechs v\u00f6llig unterschiedliche St\u00fccke vor: k\u00fcnstlerische Individualpositionen mit Blick auf die Radikalit\u00e4t der Klangsprachen, die Formgebung und den Einsatz des Solisten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CHRISTOPH OGIERMANN<br \/>\n<strong>DRUCKBL\u00d6CKE und ZEICHENAKKUMULATIONEN BCC<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbInstrumentespielen ist eine hand-fu\u00df-k\u00f6rperwerkliche T\u00e4tigkeit einer Person in konkreter Situation. Das kann deutlich gemacht werden, indem sich \u2013 unabh\u00e4ngig vom klingenden Resultat \u2013 mehr auf die Erzeugung durch die SpielerInnen konzentriert wird: Stichworte w\u00e4ren hier: instrumentale Choreographien, Aktionsnotation, vom traditionellen Instrumentalspiel unabh\u00e4ngiges oder gar dem Instrumentalspiel gegenl\u00e4ufiges Bewegen.\u00ab Die Pr\u00e4senz des Interpreten, die Christoph Ogiermann hier einfordert, sucht er in seinen Kompositionen vielfach durch Direktheit, durch \u00bbAuslieferung\u00ab zu verwirklichen: Es gilt, die Demarkation zwischen Ausf\u00fchrendem und Zuh\u00f6rer zu verwischen und eine Art musikalischen \u00bbVollkontakt\u00ab herzustellen. \u00bbIch habe immer wieder erlebt\u00ab, sagt Ogiermann, \u00bbdass f\u00fcr mich die sch\u00f6nsten Momente beim Erleben von Kunst die sind, in denen meine Abwehr zerbricht. Ich m\u00f6chte \u00fcberw\u00e4ltigt sein von dem, was da ungefiltert auf mich zukommt.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In DRUCKBL\u00d6CKE und ZEICHENAKKUMULATIONEN BCC wird die Anwesenheit des Interpreten in besonderer Weise betont. Ogiermann sucht hier nach der maximalen Pr\u00e4senz des \u00bbHand-Fu\u00df-K\u00f6rperwerklichen\u00ab: \u00bbDie Aufnahme erfolgt aus der \u203aSicht\u2039 und sehr nahe beim, um nicht zu sagen IM Interpreten: also vom Auftritt und Atmen bis zur\u00a0 Schlusskonzentration wird alles SEHR nah aufgenommen. Der Auff\u00fchrungsraum ist eher klein als gro\u00df, ein bisschen klaustrophobisch.\u00ab Zudem ist das St\u00fcck als H\u00f6rspiel angelegt: Anstelle der Dokumentation einer Auff\u00fchrung steht hier die Montage verschiedener Materialien im Vordergrund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>THOMAS STIEGLER<br \/>\n<strong>Treibgut IV<\/strong><\/p>\n<p>Einfachheit, Nachvollziehbarkeit und die absichtsvolle Beschr\u00e4nkung musikalischer Materialien sind die konstitutiven Merkmale der Kompositionen von Thomas Stiegler. Die Reduktion sowohl auf der Ebene des Materials als auch auf der der Struktur f\u00fchrt in Stieglers Arbeit zur Konzentration auf den singul\u00e4ren Klang, den er von der \u00bbLast der Bedeutsamkeit\u00ab zu befreien sucht. So entstehen seit Mitte der neunziger Jahre Kompositionen, die dem musikalischen Material in zur\u00fcckhaltenden N\u00e4herungen begegnen. Als wesentliches Merkmal von Stieglers \u00d6konomie im Umgang mit dem Material l\u00e4sst sich in seinen St\u00fccken die Wiederholung musikalisch-formaler Strukturen ausmachen; sowohl kleine Einheiten als auch gr\u00f6\u00dfere Abschnitte finden sich in repetitive Abfolgen eingebunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Stieglers Werkreihe Treibgut, die seit 2008 entsteht, ist der Ausgangspunkt eine Repetition auf dem Ton e. Treibgut IV f\u00fcr Sopransaxophon und Zuspielung beginnt ebenfalls mit dieser Tonwiederholung und folgt im weiteren einem strengen formalen Plan, den Stiegler erstmals in dem 2004 komponierten St\u00fcck vertikal I angewandt und 2010 in seinem H\u00f6rst\u00fcck Das Wetter in Offenbach wieder aufgegriffen hat. In Zeiteinheiten von einer Minute bzw. 30 Sekunden erklingen Alltagsger\u00e4usche und Sinustongemische, wechseln sich ab, \u00fcberlagern sich. Im H\u00f6rst\u00fcck waren es die Umgebungsger\u00e4usche einer Fahrradfahrt von Frankfurt nach Offenbach, in Treibgut IV sind es \u00e4hnlich \u00bbweltliche\u00ab Kl\u00e4nge: etwa das Rauschen einer Heizung, ein R\u00f6hrenradio, eine Wasserruhr, die Mechanik eines Kassettenrekorders oder die Ger\u00e4uschkulisse eines Hinterhofs. Auf diese klangliche Schicht setzt das Saxophon leise, zur\u00fcckhaltende Aktionen \u2013 meist mikrotonale Umspielungen eines Einzeltons, immer wieder im Rekurs auf den einleitenden Ton e.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MARTIN SCH\u00dcTTLER<br \/>\n<strong>sch\u00f6ner leben 7<\/strong><\/p>\n<p>Eine Arbeit, so weit wie m\u00f6glich unbehelligt von \u00e4u\u00dferlichen Anforderungen, von Kompromissen oder Konzessionen \u2013 so fasst Martin Sch\u00fcttler die idealen Voraussetzungen seiner kompositorischen T\u00e4tigkeit und kritisiert damit im Umkehrschluss ihre Fremdbestimmung, die mehr und mehr als unvermeidlich hingenommen wird: Die Autonomie des \u00e4sthetischen Prozesses wird zunehmend den Dispositiven untergeordnet, die ihn von Au\u00dfen bestimmen. Seinen Zyklus sch\u00f6ner leben, an dem er seit 2004 arbeitet, versteht Sch\u00fcttler dagegen als ein Modell, das die Selbstbestimmung des Komponisten betont: \u00bbDie St\u00fccke entstehen, weil ich sie schreiben m\u00f6chte, weil sie sich an Interpreten wenden, die ich sch\u00e4tze und mit denen ich zusammenarbeiten m\u00f6chte. Insofern nimmt diese Musik die Vorstellung auf, unter welchen Bedingungen ich arbeiten will. Der Titel des Zyklus ist in dieser Hinsicht ganz w\u00f6rtlich zu nehmen: Ich m\u00f6chte sch\u00f6ner leben. Und zwar in der Selbstbestimmung meiner Arbeitsumgebung und nicht in der Erf\u00fcllung eines Automatismus\u2019, der in der Neuen Musik zunehmend alternativlos erscheint.\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In ihrem klanglichen Erscheinungsbild wenden sich die St\u00fccke aus der Reihe sch\u00f6ner leben nachdr\u00fccklich gegen das, was Peter Ablinger einmal die \u00bbIntaktheit des \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbildes\u00ab genannt hat. Sch\u00fcttler hat kein Interesse daran, den \u00bbstate of the art\u00ab Neuer Musik vorf\u00fchren, sinnf\u00e4llig gemacht in der mehr oder minder kunstfertigen Anwendung eines Materials, das gerade als \u00bbfortschrittlich\u00ab gilt. Seine Musik verweigert sich der blo\u00dfen Demonstration handwerklicher Versiertheit. Stattdessen bedient sie sich einer spr\u00f6den, unverfeinerten Klanglichkeit \u2013 des Potenzials einer \u00bbprofanen\u00ab Materialit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch sch\u00f6ner leben 7 f\u00fcr Saxophone und Elektronik besteht aus solchen Elementen. \u00bbIch greife auf bereits vorhandene Materialien zur\u00fcck. Angesammeltes, Vorsortiertes. Auch Unf\u00e4lle und Fehlversuche. Beil\u00e4ufig abgefallenes Zeug, beim Surfen, Lesen, Ausprobieren, H\u00f6ren, Rausgehen, beim Beobachten trivialer Abl\u00e4ufe. Das Meiste taugt eigentlich nicht. Es ist unproportioniert, langweilig oder kitschig, abgeschmackt oder sonstwie unpassend. Genau das interessiert mich, damit fange ich an zu arbeiten.\u00ab sch\u00f6ner leben 7 ist eine Komposition, die sich aus dem Verungl\u00fcckten, Unzul\u00e4nglichen speist: Ein zentrales Material sind die Tonspuren von YouTube-Videos, auf denen Saxophon-Anf\u00e4nger ihre m\u00e4\u00dfigen Fortschritte vorf\u00fchren. Sch\u00fcttler verwendet diese Fundst\u00fccke als Rohstoffe, die \u00bbzersetzt, ausgebleicht, seziert\u00ab werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Untertitel des St\u00fccks \u2013 \u00bb\u00c4u\u00dferlich auf dem Damm, aber verkorkst im Innern\u00ab \u2013 ist ein Zitat aus der Erz\u00e4hlung John Billy von David Foster Wallace. Dessen Stimme taucht ebenfalls auf: In Form eines \u00bbPseudosongtexts\u00ab der aus Fragmenten eines Interviews mit dem Schriftsteller zusammengeschnitten wurde. Auf dieser Basis spielt sch\u00f6ner leben 7 mit den Klischees der Gattung Popsong (Beat, Stimme, Strophen, Refrain etc), allerdings werden die Proportionen \u00fcberdehnt, die Funktionen missachtet \u2013 das Resultat bezeichnet Sch\u00fcttler als \u00bbverkorksten Song\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MICHAEL MAIERHOF<br \/>\n<strong>splitting 13<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbMeiner Ansicht nach ist eine Erneuerung in der Neuen Musik heute nur durch Einspeisung von Realit\u00e4t m\u00f6glich. Dies w\u00e4re die gegenteilige Konzeption einer Musik als Fluchtpunkt, Fluchtmittel, in der bildenden Kunst Kunsthandwerk genannt.\u00ab In seinen Kompositionen versucht Michael Maierhof, eine Abkehr von den eigengesetzlichen Denkr\u00e4umen zu leisten, in die sich die Neue Musik mehr und mehr zur\u00fcckgezogen hat. Dem gegenw\u00e4rtigen Komponisten komme die Aufgabe zu, akustische Realit\u00e4tserfahrungen im Rahmen \u00e4sthetischer Objekte zu explorieren, sowie die entsprechenden Formprozesse einer solchen \u00bb\u00dcbertragung\u00ab zu erarbeiten. Demzufolge sieht Maierhofs Konzeption eine drastische Erweiterung des Materialstands zeitgen\u00f6ssischer Musik vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es spiele keine Rolle, \u00bbob sich der Komponist bei der akustischen \u00dcbersetzung von Realit\u00e4tserfahrung mit dem Materialkanon der Meisterkomponisten, mit der Popmusik, der urbanen Klangwelt, einer Baustelle, einem Schlagbohrer oder den Ger\u00e4uschen eines Konzertpublikums vor Konzertbeginn auseinandersetzt. Ob er sich elektronischer Klangm\u00f6glichkeiten bedient, die akustischen Qualit\u00e4ten von Alltags-Objekten abtastet, die M\u00f6glichkeiten der traditionellen Instrumente weitertreibt, die Toilettensp\u00fclung im ICE akustisch analysiert, das komplexe rhythmische Klangfeld einer raschelnden Plastikt\u00fcte untersucht oder das akustische Ablaufprotokoll eines anspringenden K\u00fchlschranks erstellt.\u00ab Bei aller Anbindung an die Alltagswirklichkeit, die Maierhof fordert, betreibt er in seiner Musik aber keineswegs ein blo\u00dfes Abbilden im Sinne einer \u00bbVerpflanzung\u00ab von Alltagskl\u00e4ngen aufs Konzertpodium. Die Analyse solcher Klanglichkeiten ist f\u00fcr ihn lediglich der Ausgangspunkt f\u00fcr einen explizit musikalischen Zugriff.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>splitting ist der programmatische Titel einer Werkreihe Maierhofs, die seit 1999 entsteht. Grundlage dieses Zyklus\u2019 f\u00fcr Soloinstrumente sind akustische Experimente, die die Aufspaltung von T\u00f6nen in mehrschichtige Kl\u00e4nge thematisieren und auf eine Unterminierung gewohnter Klanglichkeiten abzielen. In splitting 13 wird das Altsaxophon mit einem \u00bbschwingenden System\u00ab versehen: ein mit Murmeln gef\u00fcllter Plastikbecher, der im Schallst\u00fcck des Instruments befestigt ist. Die angeblasenen T\u00f6ne versetzen diese Konstruktion in Schwingung, wodurch Klangkomplexe entstehen, die sich eklatant vom gewohnten klanglichen Erscheinungsbild des Saxophons entfernen. Eine weitere Schicht in splitting 13 ist eine Zuspielung, die eine andere Perspektive des Systems aus Plastikbecher und Murmeln einbringt: \u00bbAnreger\u00ab ist hier nicht der Saxophonist, sondern ein Elektromotor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ALVIN LUCIER<br \/>\n<strong>In Memoriam Jon Higgins<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbEs geschieht nicht oft, dass ein Komponist in Erscheinung tritt, dessen Arbeit so \u00fcberzeugend ist und sich so wesentlich von der seiner Zeitgenossen und Vorl\u00e4ufer unterscheidet, dass wir wohl oder \u00fcbel unsere grundlegenden (und oft unbewussten) Annahmen, unsere \u203aselbstverst\u00e4ndlichen Axiome\u2039 \u00fcber Musik revidieren m\u00fcssen.\u00ab \u2013 Als einen Avantgardisten im besten Sinne bezeichnet der Komponist James Tenney hier seinen Kollegen Alvin Lucier. Der Weg dorthin gelang ihm allerdings keineswegs geradlinig. Als er Anfang der sechziger Jahre nach Europa reiste, musste er feststellen, dass der dort betriebene musikalische Fortschritt nicht seiner \u00e4sthetischen Vorstellung entsprach: \u00bbF\u00fcr Stockhausen, Nono und all die anderen Komponisten war es selbstverst\u00e4ndlich, derartige Musik zu schreiben \u2013 f\u00fcr mich dagegen w\u00e4re es blo\u00dfe Nachahmung gewesen, ich h\u00e4tte in einem fremden Dialekt sprechen m\u00fcssen. Als ich nach Hause zur\u00fcckkehrte, kamen mir keine Ideen, bis ich auf den Gehirnwellen-Verst\u00e4rker stie\u00df&#8230;\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Kopfhautelektroden, ein Differentialverst\u00e4rker und ein Bandpassfilter \u2013 von einem befreundeten Physiker geliehen \u2013 wurden im Jahr 1965 zur Basis einer Kompositionsweise, mit der Alvin Lucier seine individuelle Vorstellung von Musik erstmals realisieren konnte. Im Experiment mit den Apparaturen fand er heraus, dass die in den menschlichen Hirnstr\u00f6men enthaltenen Alphawellen durch entsprechende Verst\u00e4rkung in h\u00f6rbare Frequenzen \u00fcberf\u00fchrbar sind. Diese freigesetzte Energie verwandte Lucier, um verschiedene Schlaginstrumente in Schwingung zu versetzen, indem er sie mit davor platzierten Lautsprechern anregte. Music for Solo Performer ist der Titel des St\u00fccks, das zum Startpunkt von Luciers Ideal einer \u00bbk\u00f6rperlichen Musik\u00ab wurde und in der Folgezeit verschiedenste Ausformungen erfuhr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00bbIch musste ich einen Weg finden, f\u00fcr akustische Instrumente in einer Weise zu komponieren, die meinen bisherigen Arbeiten \u00e4hnlich war. Die Arbeit mit dem Ph\u00e4nomen der Schwebung begriff ich als M\u00f6glichkeit, meine Ideen umzusetzen. Die Schwebung ist ein k\u00f6rperlicher Prozess, kein poetischer: Die Kl\u00e4nge leisten h\u00f6rbare Arbeit.\u00ab \u2013 Mit Crossings f\u00fcr kleines Orchester erstellt Lucier im Jahr 1982 seine erste Komposition auf der Basis von Schwebungsph\u00e4nomenen. Hier kreuzen die T\u00f6ne der Orchesterinstrumente das best\u00e4ndig ansteigende Signal eines Sinustongenerators. Das zwei Jahre sp\u00e4ter entstandene St\u00fcck In Memoriam Jon Higgins folgt demselben Prinzip: Die Schwingungen eines stabilen Klarinettentons und die eines beinahe unmerklich langsam aufsteigenden Sinustons treffen aufeinander. Es entstehen Schwebungen, die weder von der Klarinette, noch vom Tongenerator erzeugt werden. Was sich hier tut, entsteht ganz von allein: dazwischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>UWE RASCH<br \/>\n<strong>aus vierundzwanzig: drei<\/strong><\/p>\n<p>Seit einigen Jahren arbeitet Uwe Rasch an dem Projekt aus vierundzwanzig \u2013 einem \u00bbMaterialhaufen\u00ab (Rasch), der sich auf den 24-teiligen Liederzyklus Die Winterreise von Franz Schubert bezieht. Diese Sammlung von Materialien l\u00e4sst sich in Module teilen, die je nach Auff\u00fchrungssituation und Raum in unterschiedliche Kombinationen gesetzt werden k\u00f6nnen. Raschs Bezug auf Schuberts Winterreise ist dabei nicht inhaltlich motiviert: \u00bbIch gehe von einem gezielten Missverst\u00e4ndnis des romantischen Ansatzes aus: Die entt\u00e4uschte romantische Liebe bietet f\u00fcr diese Arbeit keinen Anlass und die Texte Wilhelm M\u00fcllers bilden nur mehr einen Assoziationsrahmen, Ausgangspunkte oder auch Widerst\u00e4nde in der Suche nach Musik.\u00ab \u00dcbernommen wird stattdessen die Aktivit\u00e4t des Protagonisten: das ziellose Umherschweifen eines ersch\u00fctterten Menschen, das \u00bbkalte Unterwegssein\u00ab, wie Rasch es formuliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>aus vierundzwanzig: drei nimmt Bezug auf das dritte Lied der Winterreise: \u00bbGefrorne Tr\u00e4nen\u00ab. Hier steht der Wanderer v\u00f6llig isoliert, verzweifelt und todgeweiht in der kalten Welt. Seine Tr\u00e4nen richten gegen diese K\u00e4lte nichts aus \u2013 sie werden selbst zu Eis. Uwe Rasch entnimmt dem Lied die \u00bbkeilf\u00f6rmigen\u00ab Staccato-Akzente, denen lange Tenuto-T\u00f6ne folgen. Diese beiden Elemente l\u00f6st Rasch aus dem semantisch-kompositorischen Kontext des Liedes und f\u00fcgt sie in neue Zusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Michael Rebhahn<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/alvin_lucier.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Alvin Lucier<\/strong><br \/>\nDer 1931 geborene Amerikaner Alvin Lucier ist einer der profiliertesten Vertreter der experimentellen Musik. Lucier erforscht in seinen zwischen Performance, Komposition und Wissenschaft angesiedelten Arbeiten akustische Ph\u00e4nomene und deren Wirkung im Raum.<br \/>\nIn seinem bekanntesten St\u00fcck I Am Sitting in a Room (1969) spielt Lucier eine von ihm gesprochene Ton-Aufnahme in einem normalgro\u00dfen Raum ab und macht gleichzeitig eine Aufnahme davon. Diese wird wiederum in demselben Raum abgespielt und gleichzeitig aufgenommen. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt bis die Stimme der Aufnahme nicht mehr zu verstehen ist, sondern nur noch die vielfach multiplizierte Raum-Akustik h\u00f6rbar ist. In seinem St\u00fcck Music for Solo Performer (1965) nutzt Lucier ein Ger\u00e4t, das Gehirnwellen verst\u00e4rkt und in akustische Schwingungen umsetzt. Es gelingt ihm, mit seinen Gehirnwellen die Membranen angeschlossener Lautsprecher so stark in Schwingung zu versetzen, dass er auf ihnen verschiedene Perkussionsinstrumente zum Klingen bringen kann. In seiner Klanginstallation Empty Vessels l\u00e4sst Lucier mehrere Personen Texte in Hohlk\u00f6rper, wie etwa ein Fass, eine Vase und ein Strau\u00dfen-Ei hineinsprechen um ihre Stimmen auf nat\u00fcrlichem Wege zu verzerren und zu ver\u00e4ndern. Die k\u00fcnstliche Amplifikation von Stimmen durch elektrische Ger\u00e4te will Lucier in vielen Arbeiten vermeiden. Zu Luciers Arbeit geh\u00f6ren auch eine Reihe von Kammerst\u00fccken und Orchesterwerken, die sich auf eine minimalistische Art mit reinen Kl\u00e4ngen besch\u00e4ftigen. So entwarf er ein St\u00fcck, in dem Musiker auf verschiedenen Instrumenten Kl\u00e4nge erzeugen und versuchen allein durch diese Schallwellen im Raum verteilte Snare-Drums zum Klingen zu bringen. In einem anderen St\u00fcck versuchen Musiker auf ihren Instrumenten die per Zufall entstehenden R\u00fcckkopplungsger\u00e4usche eines Lautsprechers exakt nachzuahmen, was jedoch niemals vollkommen gelingt<br \/>\nIn der Tat haben die Kl\u00e4nge, die \u201asich selbst \u00fcberlassen bleiben&#8216;, in Luciers Werk immer eine geheimnisvoll \u201aexpressive&#8216; Qualit\u00e4t gehabt. Manchmal denke ich, dass hier die sprachlose Natur zu uns spricht. Und in den Werken von Alvin Lucier ist in der Tat erkennbar, dass die Natur eine sehr beredte Stimme hat.\u201c James Tenney<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/michael_maierhof.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Michael Maierhof<\/strong><\/p>\n<p>geboren 1956, freischaffender Komponist und Improvisator, lebt in Hamburg. Studierte Musik und Mathematik in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg. 1989 erste Kompositionen. Seit 1990 liegt der Schwerpunkt bei der raumbezogenen Musik f\u00fcr Ensembles unterschiedlicher Besetzungen, der Entwicklung einer Pr\u00e4parations- und Untertontechnik f\u00fcr Streichinstrumente sowie Forschungen \u00fcber das Kreisen auf Untergr\u00fcnden. Arbeitet an einer nicht \u00fcber Tonh\u00f6hen organisierten Musik.<br \/>\nEr hielt Lectures \u00fcber seine Musik am Trinity-College\/Dublin, an der Musikhochschule Stuttgart, am Mozarteum in Salzburg, am California Arts Institute in Los Angeles, am Centre for Contemporary Music in Dublin und dem Central Conservatory of Music in Beijng\/China und der Musikhochschule Freiburg. Internationale Auff\u00fchrungen. Verschiedene Preise und Stipendien, zuletzt in 2008 den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart, 2009 den Kompositionspreis des Wettbewerbs &#8222;ad libitum&#8220;.<\/p>\n<p>2011 Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles. Cellist der Quartettformationen &#8220; NORDZUCKER&#8220; und \u201eStark Bew\u00f6lkt\u201c. Mitbegr\u00fcnder des Verbandes f\u00fcr aktuelle Musik Hamburg. Mitglied von stock11.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/christoph_ogiermann.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Christoph Ogiermann<\/strong><br \/>\nGeboren 1967. Beginnt 1990 auf Anregung von Erwin Koch-Raphael zu komponieren, schreibt seither Musik. Mitarbeit bei Tanz- und Theaterprojekten in Bremen, Berlin und D\u00fcsseldorf. T\u00e4tigkeit als Rezitator, S\u00e4nger; Geiger und Pianist in den Bereichen Freie Improvisation und europ\u00e4ische Kunstmusiken.<br \/>\nAbschluss des Kompositionsstudiums an der Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste Bremen bei Younghi Pagh-Paan im Winter 1999\/2000. Weitere wichtige musikalische und philosophische Studien bei Georges Nicolas Wolff und Nicolas Schalz.<br \/>\nIm Winter 1999\/2000 Aufenthalt im Archivio Luigi Nono\/Venedig. Er war 2002 Gastdozent f\u00fcr Komposition und Improvisation in Pitea\/Schwedenund Gastkomponist am Institut f\u00fcr Elektronische Musik und Akustik Graz.Sowie 2003 im Studio f\u00fcr Elektronische Musik der Technischen Universit\u00e4t Berlin. Er war Stipendiat der Heinrich Stobel Stiftung Freiburg i. Br. und 2005\/2006 Stipendiat der Cit\u00e9 des Artes, Paris<br \/>\nSeit 2007 ist er Zwillingsvater<br \/>\n2008 gibt es Einladungen als Dozent f\u00fcr Komposition und Elektronik nach Edingurgh und Queretaro<br \/>\n2009 Gast der Akademie Schloss Solitude<br \/>\n2011 Preistr\u00e4ger Kompositionswettbewerb &#8222;ad libitum&#8220; der Winfried B\u00f6hler Kulturstiftung<br \/>\nLehrauftrag &#8222;Musikalische Performance&#8220; der Universit\u00e4t Hildesheim<br \/>\n2012 Kunstpreis der Akademie der K\u00fcnste Berlin (F\u00f6rderpreis Musik)<br \/>\nEr war Mitbegr\u00fcnder des Ensembles x-pol-batterie und der Gruppen &#8222;f\u00fcnf&#8220; , &#8222;Traurige Tiere&#8220; und &#8222;KLANK&#8220;, er ist Mitglied der projektgruppe neue musik bremen und K\u00fcnstlerischer Leiter der Reihe REM f\u00fcr elektronische Musik<br \/>\nMitglied von stock11. Lebt in Bremen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/uwe_rasch.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Uwe Rasch<\/strong><\/p>\n<p>geb. 1957 Studium an der Universit\u00e4t Bremen und der Hochschule f\u00fcr Kunst und Musik, Bremen,\u00a0 in der Kompositionsklasse von Rolf Riehm, Frankfurt; Stipendiat der Hochschule Bremen; freier Mitarbeiter bei Radio Bremen, Lehrbeauftragter an der Hochschule f\u00fcr K\u00fcnste Bremen, Musikp\u00e4dagoge, Mitbegr\u00fcnder und Mitarbeiter der projektgruppe neue musik bremen, 2001 Preistr\u00e4ger des internationalen Kompositionswettbewerb der Freiburger Elisabeth-Schneider-Stiftung, 2007 Einladung zum internationalen workshop in der Cselley-M\u00fchle Oslip \u00d6sterreich. 2009 Preistr\u00e4ger des ad libitum Kompositionswettbewerbs Stuttgart.<\/p>\n<p>Arbeitete mit nationalen und internationalen Musikern und Ensembles zusammen, wie mit dem Klangforum Wien, dem Ensemble Aventure, dem Phoenix Ensemble Basel, dem Ensemble L\u00b4art pourl\u00b4art, der Kammerphilharmonie Bremen, il virtuosi della fenice, dem Trio diritto, Michael Riessler, Gaston Sylvestre, Malcolm Goldstein u. a. Auftr\u00e4ge f\u00fcr den WDR und Teilnahme an Festivals: Eclat-Festival in Stuttgart, Pro musica nova in Bremen, Konzerthaus Wien u.a. Mitglied von stock11.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/martin_schuettler.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Martin Sch\u00fcttler<\/strong><br \/>\ngeboren 1974, studierte Komposition bei Thomas Bruttger und Diego Feinstein in Kassel und bei Nicolaus A. Huber und Ludger Br\u00fcmmer an der Folkwang Hochschule in Essen. Zwischen 2000 und 2004 arbeitete er als Gastk\u00fcnstler am ZKM; zudem ist Sch\u00fcttler t\u00e4tig als Lehrbeauftragter f\u00fcr Musiktheorie an der Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst Frankfurt\/Main und an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Gastvorlesungen und Vortr\u00e4ge hielt er u.A. an der Kunsthochschule Berlin\/Weissensee, bei den Darmst\u00e4dter Ferienkursen und beim Takefu International Music Festival, Japan.<br \/>\nMartin Sch\u00fcttler arbeitete mit zahlreichen namhaften K\u00fcnstlern und Ensembles zusammen, u.A. mit dem Ensemble Modern, Evan Parker, dem Trio Accanto, den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, suono mobile und dem RSO Frankfurt. Seine Arbeiten werden regelm\u00e4\u00dfig bei internationalen Festivals und Konzerten im europ\u00e4ischen Ausland, aber auch in Nordamerika und Japan aufgef\u00fchrt. Auff\u00fchrungen seiner Musik sowie Kompositionsauftr\u00e4ge erhielt er so z.B. beim Takefu International Music Festival, bei den Darmst\u00e4dter Ferienkurse, den Donaueschinger Musiktagen, beim Tanztheater International Hannover, der Dartington Summer School, am Kaai-Theater Br\u00fcssel und am Theater Mohammed V Rabat (Marokko).<br \/>\nSch\u00fcttlers Kompositionen sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter mit dem renommierten Kranichsteiner Preis f\u00fcr Komposition der Darmst\u00e4dter Ferienkurse 2002. Sie reichen von solistischen und kammermusikalischen Besetzungen, \u00fcber St\u00fccke f\u00fcr Chor, Orchester, Live-Elektronik und Produktionen von Tonbandmusik bis hin zu Klanginstallationen, Medienkunst, Theater- und Filmmusiken, sowie Musik f\u00fcr Tanzperformances. 2009 erscheint eine CD mit Musik von Martin Sch\u00fcttler bei der Reihe Edition Zeitgen\u00f6ssische Musik des Deutschen Musikrats. Mitglied und Mitbegr\u00fcnder von stock11.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/thomas_stiegler.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Stiegler<\/strong><br \/>\nGeboren 1966 in Meschede\/Sauerland.<br \/>\n1987-1993 Medizinstudium in K\u00f6ln, Freiburg und Frankfurt\/Main.<br \/>\n1991-93 Kompositionsstudium in Freiburg bei Emmanuel Nunes und Mathias Spahlinger.<br \/>\n1997 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Boswil (f\u00fcr quasi una fantasia).<br \/>\n2007 Portrait-CD in der Auswahlreihe des Deutschen Musikrats.<br \/>\n1. Preis beim Ensemblia-Wettbewerb M\u00f6nchengladbach<\/p>\n<p>(f\u00fcr Und.Ging.Au\u00dfen.Vor\u00fcber.IV).<br \/>\nSeit 1994 als Assistenzarzt, seit 2001 als Oberarzt im Klinikum Offenbach (Innere Medizin\/Nephrologie) t\u00e4tig.<br \/>\nKann gut Dialysekatheter legen und lebt in Frankfurt\/Main.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mark Lorenz Kysela bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, J\u00f6rg Koch, seinen Eltern und seinen Unterst\u00fctzern:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/Photos\/gruen_120\/logos_gruen_120.jpg\" alt=\"\" border=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Titelbild: Rolf Schoellkopf<br \/>\nMastering und Korrekturen: Heiko Schulz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sound Art Series by Gruenrekorder<br \/>\nGermany \/ 2013 \/ Gruen 120 \/ LC 09488 \/ GEMA \/ EAN 4050486089590<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr size=\"2\" width=\"100%\" \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"reviews\"><\/a><strong>Rezensionen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Susanne Benda | <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/\" target=\"_blank\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/strong><br \/>\nKl\u00e4nge f\u00fcr Saxofon und Elektronik<br \/>\nLaute Schritte n\u00e4hern sich. Ger\u00e4usche, harte Schnitte. Was macht Mark Lorenz Kysela da? Spielt er Saxofon oder Klarinette, oder spielt er mit Gegenst\u00e4nden? Was ist realer Klang, was das Ergebnis elektronischer Verfremdung? \u201eMark Lorenz Kysela spielt aktuelle Musik f\u00fcr einen Instrumentalsolisten und klangliche Erweiterungen\u201c, beschreibt sich die CD \u201eEins+\u201c selbst. \u201eAbenteuerreisen f\u00fcr H\u00f6rende\u201c h\u00e4tte man die Einspielung auch nennen k\u00f6nnen. Im Mittelpunkt der St\u00fccke von Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Sch\u00fcttler, Michael Maierhof, Alvin Lucier und Uwe Rasch stehen die Lust am Spiel und am Experiment. Nichts zum Nebenbei-H\u00f6ren, eher etwas zum<br \/>\nHineinfallen. Eine sch\u00f6ne, sehr andere CD.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Shrubsole | <a href=\"http:\/\/www.thesoundprojector.com\" target=\"_blank\">The Sound Projector<\/a><\/strong><br \/>\nPlaying The Rekorder<br \/>\nEins +, translated: solo saxophone (soprano mostly, alto once) and clarinet, plus electronics, tapes, modifications etc.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gruenrekorder are a label I associate mainly with thoughtful, diverse releases of field recordings (1). In this release they apply some of the transparent listening techniques familiar from those recordings of the world around us to the slightly more rarefied chambers of modern classical music. Or \u2018new music\u2019 as it prefers to be known in the well-annotated booklet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mark Lorenz proves a quietly versatile performer on this showing, selecting a variety of compositions which showcase engagingly different approaches to his implicit curatorial themes. The six different composers\u2019 works come across as carefully selected and played with a quietly confident dedication to transparency and thoughtful interpretation. No instrumental grandstanding or showboating, as such, is indulged in (by him at least), the key here is quiet and active observation and listening. The ideas that emerge from the appealing air of modest studiousness are of pauses, spaces and silence. Of the internal and the external, of electronics and acoustics and of what is generated between the interactions of those elements. Most of all about technique, extending that technique and then subsuming that extended technique as a performer back into the music in such a way as to most effectively realise what each composition requires.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The two opening tracks contain perhaps the most pleasantly surprising pieces, those by Christoph Ogiermann and Thomas Stiegler. You do get an Alvin Lucier piece, later. But, really, big Al\u2019s gonna bring the Sine Tones. We all know it, so surprising it ain\u2019t, exackkerly. However, thee opening pieces are a species of or related to h\u00f6rspiel \u2013 or radio plays. Although h\u00f6rspiel sounds so much more different, so appealing\u2026 Anyway, both share a concern with materials, textures, musical episodes and scenes, constructed of the most basic yet texturally pleasing materials, a sine tone, a softly played soprano saxophone, a snatch of what sounds like a foley recording of singing birds\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Indeed, Ogiermann, the first composer showcased, professes an interest in approaching his composition as an \u2018installation of different materials\u2019. This almost documentary quality is backed up with his description of the physicality of a \u201cwhole body\u201d involved in playing the saxophone and a \u201cconcrete situation\u201d.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Subtle, like a Japanese tea ceremony, the sine tones and delicate beating microtones slowly seep and steep into the listening environment, colouring the listening environment a delicate, fresh transparent green (recorder).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An image that has inspired me in the past and that I found returning unbidden to my mind like the gentle waft of a saxophone through an old apartment is the combination of tapes, filmic editing and saxophone found in Francis Ford Coppola\u2019s The Conversation. Here, too, there is a conversation, a subtle exposition and practical demonstration, between the different pieces. The sine tones both in Thomas Stiegler\u2019s and Alvin Lucier\u2019s compositions. The electronics, the radio play format.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Only Martin Schuttler\u2019s composition, the third track, is a little more problematic, but it still works as a part of this conversation and contrast. The electronic elements, played by the composer, are twitchy to an almost parodic degree and coupled with sententiously intoned narration. Supposedly \u2018kitschy\u2019 ingredients, amateur (remember: lover) videos of progress in mastering the saxophone nabbed from random youtubers are used as raw material. This does raise questions about status and how the composer views himself and his work and indeed the trained contributions of Kysela regarding hierarchical institutions and the apparatus of new music (there are plenty of lists of awards received and academic achievements alongside the thought-provoking critical notes).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rather tight-arsed and modernisms result \u2013 not helped by the MIDI drums \u2013 with unanswered question marks about attitudes towards \u2018untrained\u2019 musicians. Perhaps the \u2018enfant terrible\u2019 angle is overstated in the notes (although this seems to be part of the composer\u2019s aim and is intended to contrast with what he views as reductive compositional orthodoxies within the narrow frame of reference of academic, institutionally sponsored \u2018new music\u2019 \u2013 presumably exemplified for him by other pieces on the CD?) however, this stance rather ironically reveals more similarities and shared origins with that supposed state of affairs than differences. At least he\u2019s trying, though, I guess, and as I said, in the context of this set it works as a bit of contrast and does offer yet another variation on the themes being gently and politely probed.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>From then on we get Splitting, an exercise in polyphony, a \u2018vibratory system\u2019 (consisting of a plastic cup and marbles) and tapes. Guttural didgeridoo buzzes from basic materials ensue. From Lucier we get a lucid formalism, and the whole thing finishes with a short deconstructionist piece based on Schubert, perhaps with a faint touch of the Maurizio Kagels.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>All in all a good package, well selected, played and presented in the studious classical tradition and will sit happily on the next shelf along from your Stockhausen and Xenakis reissues.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>All good. Next!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1) Although they have also released plenty of instrumental and computer music in their time, I see through Discogs.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thesoundprojector.com\/2014\/10\/26\/playing-the-rekorder\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Holger Adam | <a href=\"http:\/\/www.ventil-verlag.de\/katalog\/testcard\" target=\"_blank\">testcard<\/a> #23<\/strong><br \/>\nDrei\u00a0Ver\u00f6ffentlichungen vom Frankfurter Gruenrekorder-Label, jede versehen mit h\u00f6heren akademischen Weihen und ebenso konzeptuell aufgeladen. Kopf-H\u00f6rer-Musik. An begleitenden Texten zu den Ver\u00f6ffentlichungen mangelt es folglich nicht, und es ist in der Tat gut zu wissen, was sich jeweils hinter dem, was man zu h\u00f6ren glaubt, verbirgt. Dabei sind, zumindest im Falle von David Rothenberg und Budhaditya Chattopa dhyay, bereits die Titel sehr sprechend: Rothenberg hat buchst\u00e4blich live im Feld mit allerlei Insekten Musik gemacht. Begleitend zur CD ist auch ein Buch erschienen: \u00bbHow Insects Gave Us Rhythm And Noise\u00ab \u2013 und die Erfahrung einer beeindruckend mikrotonalen Klangumgebung hat vielleicht der eine oder die andere selbst schon gemacht: in der Wiese liegend, Grillen lauschend. Rothenberg hat die Kl\u00e4nge dieser und anderer Insekten eingefangen, sie als Musik h\u00f6rbar kontextualisiert und um eigene T\u00f6ne dazu erg\u00e4nzt. Das Zusammenspiel der entomologischen Orchester mit den menschlichen Gastmusikern klingt zumeist abwechslungsreich und beein druckend, an der einen oder an deren Stelle spielen die Menschen etwas zu gef\u00e4llig zum feingliedrigen Noise der Insekten \u2013 an den Tieren liegt es nicht! Budhaditya Chattopadhyays Eye Contact With The City ist das Pendant zu einer Video-\/Klanginstallation, die Bilder und Sounds aus den Stra\u00dfen Bangalores ausstellt. Nachbearbeitet erinnern die sph\u00e4risch verwehten Kl\u00e4nge allerdings nur noch entfernt, wie durch Fensterglas wahrgenommen, an die Ger\u00e4usche einer Zehn-Millionen-Metropole. Ich nehme an, dass die Bilder zu den Kl\u00e4ngen der Installation hier und da nicht zueinander passend pr\u00e4sentiert wurden, was den Verfremdungsefekt verst\u00e4rken w\u00fcrde. Die Recordings auf Eye Contact With The City lassen zumindest keine eindeutige Zuordnung der Ger\u00e4uschquellen mehr zu. Die Stadt als Klangk\u00f6rper verschmilzt zu einer Industrial-Noise-Klangfl\u00e4che, die dazu einl\u00e4dt mit den Ohren erkundet zu werden. Wenn die Ohren nach den Insekten und der Stadt noch nicht m\u00fcde sind, dann gibt es mit Mark Lorenz Kyse las Eins+ u. a. noch zu h\u00f6ren, wie der Musiker klingt, wenn er Musik macht. Mikrofone r\u00fccken Kysela, der auf diese Weise ein kompositorisches Konzept des Komponisten Christoph Ogiermann realisiert, so sehr auf die Pelle, dass nicht nur das Instrument und die Kl\u00e4nge die es erzeugt, geh\u00f6rt werden k\u00f6nnen, sondern auch der sich mit dem Instrument bewegende K\u00f6rper des Musikers. Insgesamt steht der physische Akt des Musikmachens im Zentrum, nicht so sehr das damit einhergehende klang liche Ergebnis. Dieser Logik, nach Kl\u00e4ngen diszipliniert unter verschiedenen Bedingungen und nach Ma\u00dfgabe aller vorhandenen M\u00f6glichkeiten der Instrumente zu forschen, ohne ein Klangerlebnis im Sinne einer \u00bbsch\u00f6nen Musik\u00ab zu beabsichtigen, folgt Eins+ \u00fcber 70 Minuten lang, in denen Kysela noch f\u00fcnf weitere Kompositionen von Alvin Lucier, Uwe Rasch und drei weiteren Vertretern Neuer Musik realisiert. Eine Herausforderung, Meta-Musik zu der man das beiliegende Textbuch studieren muss, um eine erweiterte Vorstellung davon zu erhalten, was es jeweils zu h\u00f6ren gibt. Keine Musik f\u00fcr jeden Tag, aber das ist auch sicher mit keiner der drei\u00a0Ver\u00f6ffentlichungen beabsichtigt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ventil-verlag.de\/titel\/1455\/testcard-23-transzendenz-ausweg-fluchtweg-holzweg\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Brian Olewnick | <a href=\"http:\/\/olewnick.blogspot.fr\" target=\"_blank\">Just outside<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Six compositions by different composers performed by Kysela on clarinets and saxophones with electronic and tape accompaniment.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1) Christoph Ogiermann &#8211; Druckbl\u00f6cke und Zeichenakku-Multationen BCC. In which hyper-physicality is paramount, using exceedingly close miking, capturing every gestural sound in high res detail, Kysel cooperating by out K\u00fcchening K\u00fcchen in terms of materiality. Scraped footsteps, heavy breathing, visceral saxophonics, ultimately wispy contrails. An impressive display of the composer&#8217;s desired &#8222;whole-body activity&#8220;, if not my favorite approach to things.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2) Thomas Stiegler &#8211; Treibgut IV. A thoughtful piece, constructed in segments of 30 seconds or a minute, those portions consisting of a soprano saxophone playing a simple melodic line or held note (sometimes multi-tracked), steady sine tones and recordings of &#8222;secular sounds&#8220; (valves, meter, yards), all shuffled and irregularly overlaid. Though livelier, it has the control of a Tom Johnson piece. Also I get the sense of turning over a series of cards, one two or three at a time, revealing images that are similar to an extent but varied, each set self-realted. I like this one a lot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3) Martin Sch\u00fcttler &#8211; sch\u00f6ner leben 7. For saxophone and electronics, the latter consisting of, in good part, &#8222;soundtracks from You Tube videos in which saxophone beginners present their modest progress&#8220;. Sch\u00fcttler is interested in non-professionalism, detritus, assemblage worked up from discarded, banal material. The results are disjunctive enough, reminding me of something Zorn might have come up with circa &#8222;Locus Solus&#8220; had he the available technology. I don&#8217;t mean that as a slight&#8211;the piece works well, a kind of combine, if not a paradoxically transcendent one.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4) Michael Maierhof &#8211; splitting 13. Using a plastic cup filled with marbles inserted into the alto saxophone&#8217;s bell, melding it with other such cups being electronically stimulated on their own. The music is, not surprisingly, buzzy but also very strained and, well, unpleasant. Which I&#8217;m sure fulfills Maierhof&#8217;s intentions. I&#8217;m reminded a bit of Thomas Ankersmit&#8217;s excruciating (and wonderful) experiments of some years back. Similarly here, the listener has to accept a large degree of discomfort, to give up searching for comfort zones of any sort. I found it worthwhile, but its a very tough go.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5) Alvin Lucier &#8211; In Memoriam Jon Higgins for clarinet and pure wave oscillator. Well, I&#8217;m a complete sucker for this stuff. A relatively early (1985) work, Lucier does his trademarked thing, her having a clarinet playing steady tones against slowly moving sine waves, developing beats that neither instrument is producing on its own but which are being created inside the ear of the listener. Kysela plays cleanly here and the piece takes off as Lucier&#8217;s tend to do.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6) Uwe Rasch &#8211; aus vierundzwanzig: drei. A short piece (about 2 1\/2 minutes), loosely inspired by Schubert&#8217;s &#8222;Die Winterreise&#8220;, not that you&#8217;d recognize any association on hearing&#8211;delicate, flitting soprano sax against clunking, intentionally awkward percussion. Rather humorous even without the reference though all snickering is brought to an end by a frowning gong smash.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An enjoyable recording, extremely well played, covering a wide range of contemporary composers. What more could you want?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/olewnick.blogspot.fr\/2013\/12\/mark-lorenz-kysela-eins-gruenrekorder.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Martin P | <a href=\"http:\/\/www.musiquemachine.com\" target=\"_blank\">Musique Machine<\/a><\/strong><br \/>\nWell, this is one of those releases that I could possibly never stop writing about &#8211; but instead, I\u2019m going to say very little indeed.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Exquisitely packaged in a metal tin, with a glossy booklet full of liner notes and biographies, \u201cEins+\u201d is a collection of compositions performed primarily on clarinet and various saxophones by Kysela. These compositions come from six names, all but one new to me: Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Schuttler, Michael Maierhof, Alvin Lucier and Uwe Rasch. (No prizes for guessing who was previously known to me\u2026) The booklet explains each composition comprehensively and whilst I really do like releases that come with words, I must admit that in this case they initially hindered my listening. I\u2019m from the school of thought that believes its the sounds that must ultimately be judged; and often something thats interesting and clever on paper, doesn\u2019t translate into anything you might want to actually listen to. So, I found it more rewarding to just listen to the pieces, then return to the words later.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>The contrast between the word-play of the composition notes and the pure sensual beauty of the sounds is often very marked. The obvious \u201cearthiness\u201d of a solo acoustic instrument, easily cuts through whatever words the composer has built on top of it. This is evident across all the pieces, but particularly on Maierhof\u2019s \u201csplitting 13\u201d; where the saxophone explores such a physicality in sound, that words aren\u2019t needed. (Indeed, one of the few negative elements of \u201cEins+\u201d is the use of \u201cpreset\u201d keyboard sounds on Schuttler\u2019s \u201cschoner leben 7\u201d; these give a sometimes \u201camateurish\u201d, cartoonish feel to the staccato jabs of the work &#8211; though later on, there\u2019s a very tense, eerie passage pitting keyboard drones against sax.) All of the pieces stand up on their own, as sound; presenting a comprehensive mix of cut-ups, drones, field recording techniques, tape-work, noise and electroacoustic techniques.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>I realise that the above is very cursory, but its really because I don\u2019t think \u201cEins+\u201d needs to be \u201csold\u201d to you. Its simply a great album. It contains a truly wide range of explorations of what a sax or clarinet can do, aided and abetted by tapes and electronics; with just as much attention paid to composition and performance, as to recording techniques and environments. Its unashamedly \u201cdifficult\u201d at times, but also has the starkly beautiful simplicity of Lucier\u2019s piece \u201cIn Memoriam Jon Higgins\u201d. Its not an album of easy pleasures &#8211; it rewards careful listening and is at times overtly \u201cacademic\u201d &#8211; but the sheer visceral pleasure of the sounds and their intelligent deployment make it unmissable.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musiquemachine.com\/reviews\/reviews_template.php?id=4683\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel | <a href=\"http:\/\/www.musikderzeit.de\" target=\"_blank\">Neue Zeitschrift f\u00fcr Musik<\/a> 05\/2013<\/strong><br \/>\nIn den sechs Werken der CD verbindet Mark Lorenz Kysela (geboren 1971 in Stuttgart) ger\u00e4uschhafte Grenzbereiche des Saxofonklangs mit elektronischen Materialien. Umgebungsger\u00e4usche einzubeziehen impliziert dabei auch eine Kritik der Verh\u00e4ltnisse zwischen Komponist und Gesellschaft, Interpret und Publikum.<br \/>\nAllerdings l\u00e4sst sich der \u00abVollkontakt\u00bb zum Publikum, den Christoph Ogiermann einfordert, in der Aufnahme allenfalls simulieren. Ogiermann l\u00f6st das Problem, indem er die H\u00f6r\u00adperspektive in das Innere des Sopransaxofons verlagert, sodass Atem- und Klappenger\u00e4usche aus n\u00e4chster N\u00e4he erfahrbar werden. Die \u00abPr\u00e4senz des Interpreten\u00bb artikuliert sich in den einleitenden Schritten des Saxofonisten auf ein imagin\u00e4res Podium in hektischen Atemger\u00e4uschen. Diesen Zeichenakkumulationen des Titels stehen Druckbl\u00f6cke gegen\u00fcber, eine Folge obsessiver, in sich bewegter, aber in ihren Umrissen statischer Klangfl\u00e4chen, abrupt unterbrochen von langen Pausen. Am Ende fiepen Sinus- und Saxofont\u00f6ne um die Wette, bis das St\u00fcck leise ausklingt.<br \/>\nThomas Stiegler rhythmisiert Alltagsger\u00e4usche. Das ergibt einen reizvollen Klangteppich, unterbrochen gelegentlich vom homogen runden Klang einfacher Sinuston-Intervalle. Dem Saxofonisten bleibt dabei kaum mehr \u00fcbrig, als den elektronischen Zuspielungen versetzt eine zweite Ebene einfacher, ged\u00e4mpfter Tonfolgen oder Umspielungen des zentralen Tons e hinzuzuf\u00fcgen.<br \/>\nMartin Sch\u00fcttler beginnt mit einem sehr hohen, von Knackger\u00e4uschen unterbrochenen Zirpen und geht dann, nach einem Sinus-Akkord in Mittellage, zu einer kratzenden Attacke auf die Geh\u00f6rnerven \u00fcber, sodass sich die Frage stellt, ob der Titel sch\u00f6ner leben 7 als pure Ironie zu verstehen ist oder sein Wunsch nach selbstbestimmtem Komponieren nicht in letzter Instanz eine Verabschiedung vom Publikum bedeutet. Der fragmentierten Realit\u00e4t der heterogenen instrumentalen und elektronischen Kl\u00e4nge f\u00fcgt die Stimme des Schriftstellers David Foster Wallace einen ebenso fragmentierten weiteren Kommentar hinzu.<br \/>\nMichael Maierhof arbeitet mit Murmeln in einem Plastikbecher \u2013 im Schalltrichter des Altsaxofons ebenso wie maschinell durchgesch\u00fcttelt. Dies als \u00abdrastische Erweiterung des Materialstands zeitgen\u00f6ssischer Musik\u00bb zu bezeichnen, wie dies Michael Rebhahn im Booklet tut, erscheint denn doch als gro\u00dfkalibrige Rhetorik. Wie weit der Gedanke tr\u00e4gt, zeigt sich in der Aufnahme, wo der optische \u00dcberraschungseffekt entf\u00e4llt: Eine gewisse Monotonie des H\u00f6rerlebnisses ist schon nach weniger als 13 Minuten zu bemerken.<br \/>\nNoch weiter herunterschalten muss man bei Alvin Luciers In Memoriam Jon Higgins, das \u00fcber fast zwanzig Minuten hinweg meditativ Schwebungen von Sinus- und Klarinettent\u00f6nen auskostet. Kurzweilig beginnt dagegen Uwe Rasch, der die \u00abgefrorenen Tr\u00e4nen\u00bb aus Schuberts Winterreise mit Eisenstange und Kissen zerhackt, bis der Komponist selbst einen Schuss in den Fl\u00fcgel abfeuert, der dann noch lange 47 Sekunden verhallt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.musikderzeit.de\/de_DE\/journal\/issues\/showarticle,36811.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wonderfulwoodenreasons.co.uk\/\" target=\"_blank\"><strong>Wonderful Wooden Reasons<\/strong><\/a><br \/>\nIf I was ever to add awards to WWR the one for excellence in packaging each year almost certainly go to Gruenrekorder.\u00a0 They really do send some sublime looking things my way and the metal tin that houses &#8218;Einst+&#8216; is a beauty.<br \/>\nThe label has a few strings to it&#8217;s bow and as such you&#8217;re never quite sure, until you hit the play button which aspect has made an appearance.\u00a0 this time out it&#8217;s the turn of the sound art series with a collection by German saxophonist and clarinetist Kysela.<br \/>\nHere he provides interpretations of pieces by a variety of modern composers such as Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Schuttler, Michael Maierfof, Alvin Lucier and Uwe Rasch.\u00a0 Of the 6, I must admit it is only Lucier with whom I&#8217;m familiar so it&#8217;s with excited ears I make the plunge.<br \/>\nMusically it&#8217;s utterly rooted in a very modern sensibility.\u00a0 Sonically it&#8217;s, for the most part, centred around Ksela&#8217;s instruments of choice which allows the proceedings a sense of familiarity albeit on subject to occasional lunges in unexpected directions along with the sometimes sudden, sometimes subtle interjections from the array of other sound sources.<br \/>\nFor me it is the Lucier piece that is the most engaging as it&#8217;s drones are most close to my heart but the rest are never less than intriguing and often are far more.<br \/>\nModern composition isn&#8217;t an area of music that I really ever have that much contact with but is certainly one that holds my interest on the rare occasion that I do and this was an unexpected treat that has gone round and round on my player for the last week as I tried to get to grips with it.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wonderfulwoodenreasons.co.uk\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/freistil.klingt.org\/\" target=\"_blank\">freiStil &#8211; Magazin f\u00fcr Musik und Umgebung<\/a> | #50<\/strong><\/p>\n<p>H\u00e4lt man eine CD des Labels Gruenrekorder in H\u00e4nden, so vermutet man darauf field recordings, meist der feinsten, subtilen Art. Nicht so in diesem Fall. Mark Lorenz Kysela ist Saxofonist. Ein Saxofonist, der sich neuer, neuester Musik widmet, der in seinem Suchen nach neuen Werken dem Experiment zuneigt. Und der als Musiker und Interpret keine Scheu davor hat, live-elektronische oder auch akustische Zusatzinstrumente miteinzubeziehen. Entsprechend hat er auf seiner Solo-CD Kompositionen aus den vergangenen Jahren versammelt, sechs an der Zahl, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise dem musikalischen Experiment widmen, deren sechs Komponisten klangliche Facetten des Saxofons untersuchen, die aber auch mit diversen Klangkontexten, sprich, Erg\u00e4nzungen oder (zus\u00e4tzlich aufgenommenen oder live-elektronisch generierten) Klangumgebungen experimentieren. Michael Maierhof mit Splitterkl\u00e4ngen, hervorgerufen durch Plastikbecher als Pr\u00e4parationen zum Beispiel. Oder Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler und Uwe Rasch mittels Zuspielungen. Oder aber das mit Abstand \u00e4lteste St\u00fcck aus dem Jahr 1985 des Amerikaners Alvin Lucier f\u00fcr Klarinette und Sinusgeneratoren. Und irgendwie meint man doch immer wieder in Bruchst\u00fccken auch so etwas wie field recordings, wie den Alltag, die Umgebung, wahrzunehmen. Eine Sinnest\u00e4uschung? Und\/oder die berechtigte Verwischung der Grenzen zwischen Kunst und Realit\u00e4t im Klang? Auf jeden Fall: H\u00f6rempfehlung. (pol)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Idwal Fisher | <a href=\"http:\/\/idwalfisher.blogspot.co.uk\" target=\"_blank\">IDWAL FISHER<\/a><\/strong><br \/>\nI\u2019ve been looking at Dave Foster Wallace\u2019s book Infinite Jest for some years now. Since it was published in 1996 in fact. I used to pick it up in the Bradford branch of Waterstones\u00a0 and marvel at its sheer size [all 1,067 pages of it] and wonder if one day I\u2019d find the time, or the courage, to read it. Seeing as how I\u2019ve now managed to club Pynchon into a corner with a knotty stick I decided the time was right and finally bought a copy.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Imagine my surprise then, dear reader, to find Wallace\u2019s voice on the Mark Lorenz Kysela\u2019s release \u2018Eins+\u2019. There he is on Martin Sh\u00fcttlers composition \u2018Sch\u00f6ner Leben 7\u2019 in what I assume is one of his readings along with samples of people practicing their sax solos as culled from Youtube. Its almost like he\u2019s begging me to read the damned thing.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>On \u2018Eins+\u2019 Kysela\u2019s plays various Sax\u2019s, clarinets and assorted oddments in thee modern composition style, interpreting the work of several modern composers; Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Michael Maierhof, Alvin Lucier, Uwe Rasch and the aforementioned Sh\u00fcttler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>A casual read of the enclosed booklet leaves you in no doubt as to what kind of territory we\u2019re entering here \u2018&#8230;the autonomy of the aesthetic process is subordinated to dispositions that regulate it externally\u2019. Erm yeah. As ever its whats coming out of the speakers that count and what does emerge is truly captivating. On Michael Maierhof\u2019s\u00a0 \u2018Splitting 13\u2019 a plastic cup filled with marbles is inserted into the mouth of an Altosax the result being a series of shrill and dissonant vibrations capable of shattering anything brittle. Tremendously painful and piercing rattles that are followed by silences and low undertones that are the sort of hums you get from digeridoos. A bit like being given electric shocks and then a nice cup of tea in rotation. The entire 70 minute trip begins with a walk to the performing area and a Sax so closely miked as to be able to pick up everything from breaths, tone holes being covered and uncovered and a series of dissonant scrapes that screech like a length of suspension bridge cable being abused with a tenon saw. Electronic elements are introduced, most prominently on Sh\u00fcttler\u2019s piece where we begin with a gentle flickering of glitches, fried connections and disconnected telephone lines but perhaps most notably on Alvin Lucier\u2019s \u2018In Memorium John Higgins\u2019 where \u2018the vibrations of a stable clarinet tone and the vibrations of of a slowly rising and barely audible sinus tone meet\u2019. This being Kyslea\u2019s interpretation of Lucier\u2019s discovery that amplified brain waves could be converted into audible frequencies.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>We end with a a short but delightful composition from Uwe Rasch called \u2018For Sopranosaxophone and Volleyball\u2019. I\u2019ll assume you can work that one out for yourselves. The piece ends with the crashing of a piano lid. A fitting finale.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kyslea\u2019s task couldn\u2019t have been an easy one but he tackles these difficult pieces with a professional hand. A delightful if at times difficult listen and one that I feel I\u2019d be more comfortable with listening at home than in the live situation. Having seen plastic cups filled with water scraped in the name of contemporary composition I feel I have a platform to speak from. [&#8230;]<br \/>\n<a href=\"http:\/\/idwalfisher.blogspot.co.uk\/2013\/05\/bugs-brainwaves-and-bangalore.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Guillermo Escudero | <a href=\"http:\/\/www.loop.cl\" target=\"_blank\">Loop<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Mark Lorenz Kysela born in Stuttgart, Germany studied classical saxophone, chamber music and contemporary music in Frankfurt and the CNR Bordeaux in France.<br \/>\nKysela works in the field of modern composition, electroacoustic and computer music improvisation and play different types of saxophone and clarinet that combines with electronic devices and tapes.<br \/>\nOn &#8218;Eins +&#8216; Kysela plays six pieces of composers Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Schuettler, Michael Maierhof, Uwe Rasch and Alvin Lucier. In the six piece Kysela add tapes, sine waves and electronics.<br \/>\nOn &#8218;DRUCKBL\u00d6CKE und ZEICHENAKKUMULATIONEN BCC&#8216; Kysela plays soprano saxophone and makes noises with his own body and Ogiermann plays tapes and radio versions. The noises sound very close and are combine with saxophone&#8217;s babble of Kysela.<br \/>\nThe recordings of bird songs deep into the woods on &#8218;Treibgut VI&#8216; is composed by Thomas Stiegler, who plays the tapes alongwith Hannes Seidl and Kysela on sax.<br \/>\n&#8218;Sch\u00f6ner leben 7&#8216; is composed by Martin Sch\u00fcttler who plays live-electronics and prepared samples, Kysela on soprano and tenor sax in addition to electronic devices, alongwith Mara Genschel on text and David Foster, voice. The result is a series of electric noises and improvised sax blows and texts which I can not connect with the music as my limitation I guess.<br \/>\n&#8218;Splitting 13&#8216; Michael Maierhof use tapes while Kysela plays strongly alto sax which is processed and hardly cames out the original sound of the sax.<br \/>\n&#8218;In Memoriam Jon Higgins&#8216; is French&#8217;s Alvin Lucier composition in which Kysela plays clarinet and pure tone generator programming. This is also an abstract piece as the rest.<br \/>\nThe final composition is &#8218;Aus vierundzwanzig: drei&#8216; of Uwe Rasch who makes accurate blows at the piano and Kysela plays soprano sax, tapes and percussion recordings. Here it can be appreciate a noise generator that produces different sound waves.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.loop.cl\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=931&amp;Itemid=27\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.textura.org\" target=\"_blank\">textura<\/a><\/strong><br \/>\nLet&#8217;s not mince words: Mark Lorenz Kysela&#8217;s Eins + is challenging music, to say the least. Yes, the Stuttgart-born Kysela does play soprano sax (and clarinet), but he&#8217;s no Kenny G or Grover Washington. Attractively packaged in a steel case and supplemented by a full-colour booklet containing background information (in both English and German), Eins + features contemporary works by Alvin Lucier, Christoph Ogiermann, Martin Sch\u00fcttler, Thomas Stiegler, Michael Maierhof, and Uwe Rasch, all of them experimental settings that pair Kysela with electronic or analogue enhancements and tapes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In this case, perhaps the best way to capture the recording&#8217;s content is to say a few words about each of the pieces. First up is Ogiermann&#8217;s \u201cDruckbl\u00f6cke Und Zeichenakkumulationen BCC,\u201d which, designed as a radio play, is more about whole body performance than music per se, and as such involves Kysela generating \u201cperformative noises\u201d in addition to the piercing squeals of the soprano sax. In the piece&#8217;s loudest moments, Kysela&#8217;s high-pitched playing becomes an industrial howl, while breathless panting also becomes part of the sonic mix. A querulous musical motif voiced by Kysela&#8217;s soprano saxophone lends Stiegler&#8217;s \u201cTreibgut VI\u201d an immediate musical dimension downplayed in Ogiermann&#8217;s piece. Stiegler operates in accordance with principles of simplicity and reduction, which also lend the work a refreshing amount of clarity and accessibility. There&#8217;s still an experimental edge to the piece\u2014the tape component consists of traffic and bird noises, a valve radio, a water meter, and so on\u2014but the superimposition of Kysela&#8217;s saxophone upon the mutating collage gives the piece a coherence and unity it might lack otherwise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>One of the recording&#8217;s more radical settings, Sch\u00fcttler&#8217;s \u201cSch\u00f6ner Leben 7\u201d situates Kysela&#8217;s soprano and tenor sax playing within a fractured and convulsive field of abrasive glitches, stumbling beats, and recited text (the voice is that of the late writer David Foster Wallace). Sch\u00fcttler himself contributes live electronics and samples to the piece, the sum-total of which makes for the release&#8217;s most uncompromising setting. In Maierhof&#8217;s \u201cSplitting 13,\u201d the alto sax is equipped with a vibratory system\u2014a plastic cup filled with marbles that&#8217;s attached to the instrument&#8217;s bell\u2014and when notes are blown, the construction vibrates, producing unfamiliar sounds\u2014grinding, growling, screeching\u2014not typically associated with the saxophone. When heard after the Sch\u00fcttler and Maierhof pieces, Lucier&#8217;s \u201cIn Memoriam Jon Higgins\u201d seems almost quaint in its subdued, unprepossessing character. Scored for clarinet and pure wave oscillator, the 1985 piece finds the soft vibrations of Kysela&#8217;s clarinet tone aligning for twenty minutes with the gradually rising sinus tone, resulting in auditory beat patterns that prove hypnotic despite the minimal elements involved.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Two minutes of saxophone flutter and percussion (iron sticks, drum sticks), Rasch&#8217;s \u201cAus Vierundzwanzig: Drei\u201d acts as a brief coda that extracts sounds from the third song in Franz Schubert&#8217;s 24-part lieder cycle Die Winterreise to situate them within a newly created context. By now, it should be clear that Eins + is hardly a conventional musical recording but instead one that questions the very notion of what constitutes music. It&#8217;s hardly easy listening, then, but one nevertheless comes away from the recording admiring Kysela for his resolve and dedication to experimental music-making.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.textura.org\/reviews\/kysela_eins.htm\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Julien H\u00e9raud | <a href=\"http:\/\/improv-sphere.blogspot.de\" target=\"_blank\">improv sphere<\/a><\/strong><br \/>\nAlors l\u00e0, voici une \u00e9trange suite de pi\u00e8ces interpr\u00e9t\u00e9es aux saxophones alto, t\u00e9nor et soprano ainsi qu&#8217;\u00e0 la clarinette par Mark Lorenz Kysela. Autant de bois syst\u00e9matiquement accompagn\u00e9s d&#8217;\u00e9lectronique, d&#8217;ondes sinuso\u00efdales et de bandes l\u00e9geres et discr\u00e8tes la plupart du temps. Au moins sur deux pistes, on croirait entendre de l&#8217;improvisation \u00e9lectroacoustique (surtout les pistes 1 et 3), mais il s&#8217;agit pourtant bien de musique \u00e9crite &#8211; peut-\u00eatre pas mal \u00e0 partir de partition graphique ou d&#8217;indications sommaires. Quant aux compositeurs, ils me sont tous &#8211; hormis Alvin Lucier &#8211; compl\u00e8tement inconnus: Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Sch\u00fcttler, Michael Maierhof, Uwe Rasch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mises \u00e0 part les deux pi\u00e8ces proches de l&#8217;eai d\u00e9j\u00e0 cit\u00e9es, les quatre autres sont plut\u00f4t minimales et ax\u00e9es sur des param\u00e8tres restreints. Des variations microtonales aux jeux de timbre sur un saxophone avec un r\u00e9sonateur en plastique int\u00e9gr\u00e9, MLK ajoute \u00e9galement des interventions \u00e9lectroniques simples et sommaires, mais toujours renouvel\u00e9es. Une suite de pi\u00e8ces exp\u00e9rimentales, entre l&#8217;improvisation, la composition et l&#8217;art sonore. Les fronti\u00e8res se brouillent, ce que j&#8217;adore, mais les id\u00e9es et l&#8217;interpr\u00e9tation manquent parfois de consistance. Le tout sonne plut\u00f4t bien, mais il y a un quelque chose de convenu et d&#8217;attendu qui affaiblit cette suite je trouve. Peut-\u00eatre est-ce simplement le fait que les fronti\u00e8res entre la musique contemporaine, l&#8217;art sonore et l&#8217;improvisation sont plus embrouill\u00e9es et manipul\u00e9es maladroitement que brouill\u00e9es comme je l&#8217;aime habituellement. Une suite assez originale et singuli\u00e8re, qui se veut un questionnement sur les performances solo et la nature radicale du langage musical, ce que je n&#8217;ai pas vraiment ressenti, mais qui reste tout de m\u00eame assez riche et diversifi\u00e9e, ainsi que puissante et intense par moments.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/improv-sphere.blogspot.de\/2013\/03\/gruenrekorder.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Frans de Waard | <a href=\"http:\/\/www.vitalweekly.net\/\" target=\"_blank\">VITAL WEEKLY<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Gruenrekorder may be best known as a label to release lots of music that deals with any sort of field recording, they also release music that is well\u2026 just more music related. Improvised, electronic or modern classical, such as in the case of Mark Lorenz Kysela. He plays saxophones and clarinet, solo but also in combination with live electronics, &#8218;analogue enhancements&#8216; and tapes. Here he plays six pieces, by composers such as Christoph Ogiermann, Thomas Stiegler, Martin Sch\u00fcttler, Michael Maierhof, Uwe Rasch and Alvin Lucier &#8211; actually the only name I recognized of this lot. In all six pieces we have some addition, tapes, sine waves or electronics. While I am not always an avid fan of modern compositions, this I must say sounds quite good. It might of course be the quality of the pieces, or perhaps the way Kysela plays them, or both of course, but it sounds pretty good. Kysela sometimes uses very close miking of his instruments, so we hear all the mechanisms of the instruments, breathing, fingers and such like, but never the complete picture is lost of the piece. Clarinet and saxophone remains what they are throughout these compositions. My favorite might be the composition by Christoph Ogiermann, with its strong dynamics and electro-acoustic approach. Maybe that returns all in other pieces, except for the Lucier piece. Here Kysela doesn&#8217;t seem to add much to the versions we already know from &#8218;In Memoriam Jon Higgins&#8216;. This is a pretty strong release that shouldn&#8217;t just appeal to those who like modern classical music, but also if electro-acoustic or improvised music is more your alley. (FdW)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vitalweekly.net\/873.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Eins + | Mark Lorenz Kysela Gruen 120\u00a0| Audio CD &gt; [Bestellung] English | Deutsch Rezensionen &nbsp; Mark Lorenz Kysela spielt aktuelle Musik f\u00fcr einen Instrumentalsolisten, klangliche Erweiterungen und Zuspieler &nbsp; 1_Christoph Ogiermann | DRUCKBL\u00d6CKE und ZEICHENAKKUMULATIONEN BCC den arschl\u00f6chern die durch ihren egoismus und ihre angst den wunsch nach z\u00e4rtlicher solidarit\u00e4t an der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-9619","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9619"}],"version-history":[{"count":61,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13734,"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9619\/revisions\/13734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gruenrekorder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}