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Review | By Holger Adam / skug – MUSIKKULTUR – Sound of the Wetlands | Various artists

Review | By Holger Adam / skug – MUSIKKULTUR
Sound of the Wetlands | Various artists
Das Frankfurter Gruenrekorder-Label ist seit langer Zeit unermüdlich an der Schnittstelle von akademischer Soundforschung und außerakademischer Krachkunst tätig. Erfreulich barrierefrei operieren sie zwischen Hörsaal, Atelier und Hobbykeller und – nicht zu vergessen – oft und gerne an der frischen Luft! Im Katalog des Labels gibt es viel zu entdecken: die rumpelnden Klänge von Eisbrechern, geologisch fundierte Klangexperimente von Annea Lockwood und Christina Kubisch, Vögel auf Helgoland, aufgezeichnet auch im Bewusstsein, Field-Recordings mit ökologischem Aktivismus zu verbinden, und vieles mehr. »Sounds of the Wetlands« ist das Ergebnis eines interdisziplinären Dialogs zwischen Künstler*innen aus London, UK, und Valdivia, Chile. Um die Stadt herum liegt die titelgebende Region, deren Natur die Kompositionen auf »Sounds of the Wetlands« inspirierte.   []   Um jetzt noch einmal zurückzukommen auf die vorliegende Veröffentlichung: »Sounds of the Wetlands«, eine Doppel-CD mit insgesamt fast 100 Minuten Spielzeit. Manche der Aufnahmen gefallen mir sehr gut, manche nicht. Das ist aber, wie vielleicht deutlich geworden ist, nicht der Punkt bzw. Geschmacksache. Wichtiger, aus meiner Sicht, ist, dass Gruenrekorder als Label dranbleiben und immer wieder Gelegenheiten bieten, sich mit dem Wesen von Musik und, darüber vermittelt, dem des Menschen und seiner Nachbarschaft in Flora und Fauna auseinanderzusetzen. Prädikat: Besonders wertvoll.